Vorbereitung auf Gründonnerstag

Seit letztem Jahr gibt es einen ökumenischen Rundbrief, gestaltet von den Hauptamtlichen der Kirchen in Stade. Jeden Mittwoch und Sonntag gibt es eine kurze Andacht mit Gedanken zum Evangelium oder Feiertag. Anmelden kann man sich unter: johanna.wutkewicz@evlka.de

Für heute schreibt Gemeindeassistentin Anna-Lena Passior zur Vorbereitung auf Gründonnerstag – Johannes 13:

Grün ist die Hoffnung, die Wiese und die ersten Blätter am Baum im Frühling. Der morgige Abend ist grün: Gründonnerstag. Und ich möchte mich mit Ihnen schon heute vorbereiten: Brot backen, Tische ausziehen, Mauern niederreißen, Wein aus dem Keller holen, Wasser und Seife bereitstellen.

Der Abend ist gefüllt mit dem nicht-verklingenden Jubel von Palmsonntag und den Tränen des Abschieds des letzten Abendmahls.

Schon so oft habe ich diese heilige Woche, den Weg zu Ostern gefeiert und ich verstehe sie noch immer nicht.

Das Gute in der Geschichte ist so klar und deutlich. Und eigentlich werden doch die Guten immer siegen – so wurde es mir als Kind gesagt. Und dann, dann wird die Welt gerettet sein. Aber nein, keine Verleihung von Ehrenurkunden, sondern Abschied und der Blick auf das Kreuz.

Ich glaube wir brauchen mehr Gründonnerstage, damit das Gute in der Welt gewinnt. Statt die Mauern höher zu bauen, unsere Tische länger bauen. Nicht nur mit Freund*innen Brot brechen, sondern auch mit Verräter*innen, mit Corona-Leugner*innen und AfD-Wähler*Innen. Unseren Alltag, Traditionen und Rituale unterbrechen. Denn der Mensch zählt. Wenn Rituale unterbrochen werden, in der Unterbrechung geschieht Respekt. Niederknien, um die Augenhöhe zu stärken. Dienen, um sich gegenseitig besser wahrzunehmen. Du bist jemand. Du bist wahrgenommen. Du bist gut.

Die Fuß- oder Handwaschung als Zeichen von Respekt.

Und ja, ich wasche morgen Abend auch mir selbst die Füße. Ich will das Gute in mir sehen, diesen göttlichen Funken. Und ich vergebe mir Perfektionismus, vorschnelle Wertungen, Ungeduld, mein Gefangen sein im rassistischen, heteronormativen, sexistischen System…

Und dann bitte ich Gott um Wasser für uns alle, zum Waschen der Füße meiner Nachbar*innen und meiner eigenen, zum Waschen der Welt – Wasser der Befreiung.  Amen.

Liturgie des Händewaschen von Maria Hermann:

 

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2021 in Hemmoor

Herzlich Willkommen zum ökumenischen Kreuzweg der Jugend. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen und Erwachsenen, kannst auch Du Dich auf den Kreuzweg begeben und in 7 Schritten Jesu Weg begleiten.

Die Konfirmand*Innen der Kirchengemeinde Warstade haben aus dem Weg ein ganz besonderes Hörerlebnis gemacht. Packe Dein Smartphone ein und los geht’s. Sei gespannt.

Trailer zum ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2021

Information zum ökumenischen Kreuzweg der Jugend