11. Sonntag im Jahreskreis 2021

Das Gleichnis vom Senfkorn

+Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Mit dem Reich Gottes ist es so,
wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf,
es wird Nacht und wird Tag,
der Samen keimt und wächst
und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht,
zuerst den Halm,
dann die Ähre,
dann das volle Korn in der Ähre.
Sobald aber die Frucht reif ist,
legt er die Sichel an;
denn die Zeit der Ernte ist da.

Er sagte:
Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen,
mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn.
Dieses ist das kleinstevon allen Samenkörnern,
die man in die Erde sät.
Ist es aber gesät,
dann geht es auf
und wird größerals alle anderen Gewächse
und treibt große Zweige,
sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort,
sowie sie es aufnehmen konnten.
Er redete nur in Gleichnissenzu ihnen;
seinen Jüngern aber erklärte er alles,
wenn er mit ihnen allein war.

Information zum Gleichnis vom Senfkorn

Das Senfkorn wird von Jesus in seinem Gleichnis (Evangelium des heutigen Sonntags Mk 4, 30-32) als kleinstes aller Samenkörner bezeichnet aus dem sich etwas Großes entwickelt.

Samenkörner des schwarzen Senfs [2]

Es ist wahrscheinlich, dass er sich dabei auf den Samen des Schwarzen Senfs bezieht [1]. Der Samen des Schwarzen Senfs besteht aus schwärzlich-braunroten Kügelchen (Durchmesser ca. 1 mm), welche dicht mit Grübchen besetzt sind und einen bitterlich-scharfen Geschmack haben.

Aus dem Senfkorn entsteht kein Baum jedoch ein verhältnismäßig großer Busch.

Der Schwarze Senf ist eine einjährige krautige Pflanze, deren Wuchshöhen in der Regel 30 cm bis zu 2,00 m, in seltenen Fällen bis zu 3,10 Metern betragen kann.

Schwarzer Senf [3]

Quellennachweise

1. L. Wehr: Senfkorn. In: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibel-Lexikon. Band III. Benziger-Verlag, Düsseldorf/Zürich 1998, ISBN 3-545-23074-0, Sp. 570.

2. Von Sanjay Acharya – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=905237

3. Von H. Zell – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9378411

10. Sonntag im Jahreskreis 2021

Evangelium Mk 3, 20–35

Das Reich des Satans hat keinen Bestand

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit
ging Jesus in ein Haus
und wieder kamen so viele Menschen zusammen,
dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten.
Als seine Angehörigen davon hörten,
machten sie sich auf den Weg,
um ihn mit Gewalt zurückzuholen;
denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren,
sagten: Er ist von Beélzebul besessen;
mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Da rief er sie zu sich
und belehrte sie in Gleichnissen:
Wie kann der Satan den Satan austreiben?
Wenn ein Reich in sich gespalten ist,
kann es keinen Bestand haben.
Wenn eine Familie in sich gespalten ist,
kann sie keinen Bestand haben.
Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt
und gespalten ist,
kann er keinen Bestand haben,
sondern es ist um ihn geschehen.

Es kann aber auch keiner
In das Haus des Starken eindringen
und ihm den Hausrat rauben,
wenn er nicht zuerst den Starken fesselt;
erst dann kann er sein Haus plündern.
Amen, ich sage euch:
Alle Vergehen und Lästerungen
werden den Menschen vergeben werden,
so viel sie auch lästern mögen;
wer aber den Heiligen Geist lästert,
der findet in Ewigkeit keine Vergebung,
sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
Sie hatten nämlich gesagt:
Er hat einen unreinen Geist.
Da kamen seine Mutter und seine Brüder;
sie blieben draußen stehen
und ließen ihn herausrufen.
Es saßen viele Leute um ihn herum
und man sagte zu ihm:
Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen
und suchen dich.
Er erwiderte:
Wer ist meine Mutter
und wer sind meine Brüder?
Und er blickte auf die Menschen,
die im Kreis um ihn herumsaßen,
und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Wer den Willen Gottes tut,
der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Dreifaltigkeitssonntag 2021

Installation in der Heilig-Geist-Kirche

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
   an die Gemeinde in Rom.

Schwestern und Brüder!
Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen,
   sind Kinder Gottes.
Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen,
   sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet,
sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen,
in dem wir rufen: Abba, Vater!
Der Geist selber bezeugt unserem Geist,
   dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben;
Erben Gottes
   und Miterben Christi,
   wenn wir mit ihm leiden,
   um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Dreiblättriges Kleeblatt

Mit einem dreiblättrigem Kleeblatt erklärte der Hl. Patrick die Dreifaltigkeit Gottes.

Nach der Legende hielt er eine Predigt auf einem Feld. Er wurde gebeten die Dreifaltigkeit zu erklären. Patrick grübelte, wie er die Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist veranschaulichen sollte. Da blickte er auf den Boden und sah ein dreiblättriges Kleeblatt. Er pflückte es und hielt es hoch. "Hier haben wir drei Blätter an einem Stängel".

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit
gingen die elf Jünger nach Galiläa
auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen,
fielen sie vor ihm nieder,
einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu
und sagte zu ihnen:
Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht
und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie
auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes
und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe,
ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.