Petition zum Weltgebetstag – auch online

Unter dem Titel „Simbabwes Schulden in Gesundheit umwandeln“ wurde im Rahmen des Weltgebetstages eine Petition erstellt. Diese kann auch online unterschrieben werden:

„Wir fordern die Bundesregierung auf, im Rahmen ihres Schuldenumwandlungs­programms Schulden aus der Entwicklungszusammenarbeit mit Simbabwe zu erlassen, sofern die simbabwische Regierung die frei werdenden Mittel für Gesundheits­programme für die bedürftige Bevölkerung bereitstellt.“

Warum ist diese Petition wichtig?
„In Simbabwe leiden doppelt so viele junge Frauen wie Männer an HIV/AIDS. Viele haben keinen Zugang zu effektiver Behandlung, da die faktisch zahlungsunfähige Regierung nicht mehr ausreichend für Gesundheitsdienste sorgt. Aus eigener Kraft wird das Land seinen Schuldenberg nicht abtragen können. Jeder wirtschaftliche und politische Neuanfang in Simbabwe setzt eine Streichung der dramatisch hohen Auslandsschulden voraus.“

Mehr Infos und der Weg zur Unterschrift: https://weltgebetstag.de/aktionen/gesundheit-statt-schulden/

Grüße von Timm Keßler (Vorwort der Kunde)

Wir erleben gerade eine etwas andere Zeit. Sie ist für viele eine neue Erfahrung. Sie wird erfahren als eine Zeit zwischen Angst und Sorge, zwischen Entschleunigung und Einsamkeit. Soziale Kontakte, die wir tagtäglich gewohnt sind, brechen entweder ab oder müssen über Medien aufrechterhalten werden. Besonders für ältere Menschen eine große Herausforderung.

Durchaus mit Spannung habe ich die letzten Wochen beobachtet. In der 2. Märzwoche wurde es immer deutlicher, dass auch wir einschneidende Änderungen in unserem persönlichen, beruflichen und sozialen Miteinander erleben werden. Zu dem Zeitpunkt war ich im Skiurlaub in Tirol. Und damit war ich plötzlich mittendrin in all den Maßnahmen, die in Österreich, Deutschland und anderen angrenzenden Ländern beschlossen wurden. Auf der Rückreise am frühen Samstagmorgen, wenige Stunden nachdem Tirol zum Risikogebiet erklärt wurde, wurde ich auf der Autobahn, gleich hinter der Grenze, mit Hinweistafeln begrüßt, die mich darauf hinwiesen, die nächsten 14 Tage doch bitte zu Hause zu bleiben – egal ob es gesundheitliche Symptome gibt oder nicht. Dementsprechend habe ich mir zu Hause einen Arbeitsplatz eingerichtet und schreibe nun auch diesen Artikel von hier aus.

Zu den einschneidendsten Auflagen in unseren Gemeinden gehört sicherlich, dass wir bis auf weiteres keine Gottesdienste mehr feiern dürfen. Dies ist aus Sicherheitsgründen und zur Vorsorge erlassen worden. Wir alle sollen möglichst wenig in einen persönlichen Kontakt miteinander kommen, um die Wege der Ansteckung zu unterbrechen. Das gilt grundsätzlich und nicht nur für Gottesdienste.
Zurzeit dürfen Sie noch gerne in unsere Kirchen gehen, alleine, mit Ihrem Partner*in oder der engsten Familie, um eine Kerze anzuzünden und zu beten. Wir haben dafür alle unsere vier Kirchen (St. Ansgar – ganztags, St. Josef – ganztags, St. Michael – Donnerstag & Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr, Heilig Geist – ganztags) geöffnet.

An liturgischen Feiern dürfen wir zurzeit nur Beerdigungen annehmen. Die sind wiederum nur im engsten Familienkreis und direkt am Grab möglich, nicht in einem geschlossenen Raum, wie einer Kapelle. Gerne feiern wir ein Requiem, wenn sich die Situation wieder normalisiert hat.

Die Feier der Kar- und Ostertage, auf die wir uns gerade in dieser Fastenzeit vorbereiten, werden wir ebenfalls nicht feiern können. Hier wird im Moment an verschiedenen Stellen an Vorlagen für Hausgottesdienste gearbeitet. Schauen Sie gerne auf unseren Homepages und auch auf der des Bistums nach.

Im Hildesheimer Dom wird jeden Tag um 18.30 Uhr und am Sonntag um 10.00 Uhr eine Hl. Messe gefeiert. Am Samstag wird um 18.30 Uhr die Vesper gebetet. Diese Gottesdienste werden auf der Bistumshomepage (www.bistum-hildesheim.de) übertragen.

In dieser Kunde finden Sie verschiedene Informationen und Hilfsangebote: – wo Sie Gottesdienste über Internet, Radio und TV verfolgen können und – wen Sie anrufen können, wenn Sie den Bedarf für ein Gespräch haben.

Unsere Pfarrbüros sind ebenfalls für Besucher geschlossen. Sie erreichen uns in dieser Zeit täglich von 9-12 Uhr und 15-18 Uhr per Telefon 04141 – 62602 und per Mail hlgeiststade@t-online.de.

Alles was wir in dieser Kunde schreiben und anbieten, kann schon morgen wieder ganz anders aussehen. Deshalb veröffentlichen wir auch keinen Gottesdienstplan. Halten Sie sich bitte über die Medien auf einem aktuellen Stand. Vielen Dank!

Es ist Fastenzeit. Sicherlich eine andere als sonst. Und wir müssen auf Dinge verzichten, die wir uns vorher nicht vor-genommen haben: sie werden uns auferlegt. Gleichzeitig rücken andere Brennpunkte aus dem Sichtfeld. Ich erinnere nur an die Flüchtlinge an den Grenzen zu Europa, für die eine Corona-infektion katastrophal ist.

Bleiben wir miteinander im Gebet verbunden und denken besonders an die Alten und Schwachen, an alle, die in den verschiedenen Diensten unser Land am Laufen halten und an die Flüchtlinge in ihren Lagern. Zünden wir auch zu Hause eine Kerze an und rücken so enger zusammen.

Bleiben Sie gesund oder werden Sie schnell wieder gesund und bleiben Sie behütet.

Hausgottesdienste, Hausandachten, Hausgebete

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern oder zumindest zu verzögern, werden in unserem Bistum zurzeit keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert. Aber auch zu Hause besteht die Möglichkeit, den Sonntag zu heiligen. Das Zweite Vatikanische Konzil nennt die Familie sogar „Hauskirche“.

Der „Newsletter Liturgie“ bietet Vorschläge, wie Sie die Fastensonntage mit einem Hausgottesdienst gestalten können. Als Christinnen und Christen haben wir besondere Verantwortung. Es gilt einerseits, Gefährdungen auszuschließen, andererseits aber solidarisch an der Seite der Menschen zu stehen. Insbesondere unser Gebet kann dort, wo persönliche Zuwendung nicht möglich ist, ein starkes Zeichen der Verbundenheit setzen.

> Mehr dazu

> Videobotschaften von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ