„Zeuginnen des Glaubens“ Phoebe von Kenchreä – eine Mitarbeiterin von Paulus

Diakonin Phoebe von Kenchreä

Quelle:Larry Kamphausen auf https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Febe_z_Koryntu.jpg

Im Brief des Paulus an die Römer (Röm 16,1-2, EÜ 2016) lesen wir im
Kapitel Grüße und Ermahnungen:

“1 Ich empfehle euch unsere Schwester Phöbe, die auch Dienerin der Gemeinde von Kenchreä ist:
2 Nehmt sie im Namen des Herrn auf, wie es Heilige tun sollen, und steht ihr in jeder Sache bei, in der sie euch braucht; denn für viele war sie ein Beistand, auch für mich selbst.“

Phoebe von Kenchreä lebte im 1. Jahrhundert in der Nähe von Korinth. Sie ist eine der ersten in der Bibel erwähnten Diakoninnen. Paulus fand Unterkunft bei ihr, wenn er auf seinen Reisen in der Nähe war.

Phoebe war begeistert von Jesus Botschaft und ließ sich von Paulus taufen setzte Als Diakonin der frühchristlichen Kirche setzte sie sich in der Gemeinde von Kenchreä mit viel Engagement für die Verbreitung der christlichen Lehre ein.
Die Amtsbezeichnung „Diakonus“ heißt sinngemäß übersetzt „Dienerin des Wort Gottes“. 

In der Funktion „Dienerin des Wort Gottes“ beauftragte Apostel Paulus Phoebe seine Briefe in die christliche Gemeinde von Rom zu bringen. Paulus schätzte Phoebe sehr und brachte ihr großes Vertrauen entgegen. In den Briefen an die Gemeinde in Rom bezeichnete Paulus sie als „unsere Schwester (im Glauben)“ und empfahl Phoebe als glaubwürdig und aufrichtig. Paulus sah sich mit Phoebe auf Augenhöhe. An Stelle von Paulus nahm nun Diakonin Phoebe die beschwerliche Reise von Griechenland nach Rom auf sich. Phoebe überbrachte nicht nur die Briefe des Apostels an die Gemeinde in Rom, sondern sie erklärte den Inhalt mit großem Enthusiasmus. In Kenchreä und Rom verkündete Diakonin Phoebe das Wort Gottes. Über Jahrhunderte wurde der Begriff „Diakonin“ in der Bibel nur als „Dienerin übersetzt.

Gedenktag der Phoebe ist am 3. September.

Angelika Fromm, Mitbegründerin des Netzwerks „Diakonat der Frau“ ausgebildete, aber nicht geweihte „Diakonin“, Netzwerk kfd-ost, sagte am 3. September 2021: „Ohne Frauen gäbe es kein Christentum. Paulus habe begriffen, dass die Botschaft Jesu nur mit Frauen weiterzutragen sei. Er hat sie in seinen Gemeinden als Leiterinnen eingesetzt und nutzte auf seinen Reisen ihre Gastfreundschaft, wie aus seinen Briefen hervorgeht. Dazu gehört Phöbe, Diakonin und Patronin der Gemeinde in Kenchreä.“

ZDF Dokumentation „Jesus und die verschwundenen Frauen“

Caritas-Nothilfe im Ukraine- Krieg

Kath. Kirchengemeinde Heilig Geist
Timm-Kröger-Str. 16, 21680 Stade

E-Mail: hlgeiststade@t-online.de

Home: www.heilig-geist-stade.de

 

Spenden mit Stichwort
CY00050 Ukraine-Konflikt“ werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg

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Oder online unter:www.caritas-international.de

Ökumenisches Friedensgebet in Wilhadi-Kirche

Bildquelle: Wikiwal, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Wegen des aktuellen Kriegs in der Ukraine wird zur Zeit an jedem Freitag der Woche zu einem ökumenischen Gebet für den Frieden um 18 Uhr in die Wilhadi-Kirche eingeladen.

Termine der Friedensandacht

DatumKircheInformation
Fr., 19. August 2022 18:00  Uhr
ev. St. Wilhadi Kirche
Friedensgebet
Fr., 26. August 2022 18:00  Uhr
ev. St. Wilhadi Kirche
Friedensgebet

„Zeuginnen des Glaubens“ Lydia von Philippi

Lydia von Philippi, Purpurhändlerin, erste Christin in Europa

Bildrechte: Joachim Schäfer - https://www.heiligenlexikon.de „Ökumenisches Heiligenlexikon“

Denkt man an das frühe Christentum in Europa, kommen einem vielleicht als Erstes Rom und Petrus in den Sinn.

Doch der erste Mensch, der sich auf europäischem Boden taufen ließ, war eine Frau namens Lydia, die im 1. Jahrhundert in der antiken makedonischen Stadt Philippi lebte. (Apg 16,11-15,40). In der Apostelgeschichte wird Lydia als Purpurhändlerin bezeichnet.

Sie wurde in der Stadt Thyatira in Lydien (heutige Türkei) geboren. In der Antike war es üblich Sklav*innen nach ihrer Herkunft oder dem Ort ihres Verkaufs zu benennen. Der Name Lydia ist ein Hinweis darauf, dass sie für eine gewisse Zeit in ihrem Leben Sklavin gewesen sein muss. In Philippi lebte sie als Zugezogene und handelte mit Purpur. Purpur war ein sehr teurer Farbstoff zum Färben von Stoffen. Die römische Prägung der Stadt Philippi war für die Purpurhändlerin Lydia von Vorteil, denn die Führungsschicht schätzte Purpurne Gewänder als Statussymbol.

Lydia glaubte nicht an die griechischen, makedonischen und römischen Götter, sondern sie fühlte sich denen aus dem monotheistischen Judentum nahe, die sich zu den Gottesfürchtigen zählten.

Als Paulus und Silas nach Philippi kamen, vermuteten sie die Gebetsstätte der Juden außerhalb der Stadt am Fluss. Dort trafen sie auf eine Gruppe von Frauen, zu der auch Lydia gehörte.
Nach dem Gespräch der Frauen mit Paulus und Silas ließ Lydia sich und alle Angehörigen ihres Haushalts und Betriebes von Paulus taufen.

Das war die erste Taufe in Europa über die im neuen Testament berichtet wird.

Lydia und ihre Familie bekannten sich zum christlichen Glauben. Die Beschreibung von Lydia als Hausherrin lässt den Schluss zu, dass sie als verwitwete oder alleinstehende, unabhängige Frau einem Haushalt vorstand. Lydia lud Paulus und Silas in ihr Haus ein und entwickelte im Verlauf der Zeit eine Hauskirche für die Gemeinde der philippischen Christ*innen. Ebenso unterstützte sie Paulus finanziell.
Möglicherweise gehörte Lydia zu den Bischöfen und Diakon*innen, die Paulus zu Beginn seines Briefes an die Philipper (Phil1,1) begrüßte.
Auch wenn Lydia später in der Apostelgeschichte nicht weiter erwähnt wird, so steht doch fest, dass sie die Türen in Europa für den Glauben an Jesus Christus geöffnet hat. Sie konnte den Worten von Paulus schnell Glauben schenken und unterstützte ihn bei seiner Missionstätigkeit.

Paulus schrieb, er habe Lydia ins Herz geschlossen (Phil1,7).

Wir heutigen Christ*innen haben Lydia von Philippi ganz viel zu verdanken.
In den Orthodoxen Kirchen wird Lydia sehr große Verehrung zuteil, sie wird als apostelgleich bezeichnet und auf zahlreichen Ikonen dargestellt.

Gedenktag: katholisch: 3. August,
evangelisch: 27. Januar (ELCA), 25. Oktober (LCMS)
orthodox: 7. Mai

Textquelle: Zeitschrift „Die Mitarbeiterin“ 3/2021
https://www.bibelwissenschaft.de/fileadmin/buh_bibelmodul/media/wibi/pdf/Lydia__2018-09-20_06_20.pdf