Ausstellung LebenskunstLeben

Ausstellung organisiert von donum vitae Stade

Mit dieser mehrdimensionalen Foto-Installation gibt donum vitae einen Einblick
in 20 Jahre Beratung und Hilfe bei Schwangerschaftskonflikten.

Die lebensgroßen Fotos vermitteln dabei einen Eindruck von Menschen in existenzieller Entscheidungsnot und ihren Schicksalen.

Ein Ziel der Ausstellung ist, über die Unterschiedlichkeit der Geschichten von Menschen zu informieren, die sich in ihren Schwangerschaftskrisen an donum vitae wenden. Und damit deutlich machen, dass es keine Universallösungen gibt.

Die Ausstellung findet in der Heilig-Geist-Kirche, Stade statt: 10.10. bis 16..10.2022.

Die Ausstellung ist von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Eintritt ist frei!

Spenden willkommen!

Ein Info-Abend über donum vitae Stade findet am 12.10.2022, 18:30 bis 20:00 Uhr im Gemeinderaum von Heilig Geist statt.

kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschland)

Einladung zur Vorbereitung eines Friedensgebets im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade in Stade

Wann:

Wo:

04.Oktober um 20 Uhr

Gemeinderaum von St. Josef
Schiffertorsstraße, Stade

Thema der Friedensdekade vom 6. bis 16. November 2022: ZUSAMMEN-HALT

https://www.friedensdekade.de

Das am 8. November stattfindende Friedensgebet gestaltet die katholische Frauengemeinschaft Stade.

 

Grundlage für die Vorbereitung ist die Stelle aus dem Brief von Paulus an die Römer:

Spaltung

„Es grüßen euch alle Gemeinden Christi. Ich ermahne euch aber, Brüder und  Schwestern, auf die Acht zu geben, die im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, Spaltung und Verwirrung verursachen: Haltet euch von ihnen fern! Denn diese Leute dienen nicht Christus, unserem Herrn, sondern ihrem Bauch und sie verführen durch ihre schönen und gewandten Reden das Herz der Arglosen.“ (Röm 16,17-18)

Ansprechpartnerin: Regina Gehrke
Email: regina.gehrke@t-online.de
Telefon: 04141 – 420379

Die Veranstaltung findet unter den Hygieneregeln statt, die im Gemeindehaus gültig sind!
Anmeldung erbeten!

ÜPE (ÜberPfarrlicherPersonaleinsatz)

Liebe Gemeindemitglieder!

Es liegt etwas in der Luft – ÜPE (ÜberPfarrlicherPersonaleinsatz). Was bedeutet das für uns konkret? Es bildest sich gerade ein neues HauptberuflichenTeam – bestehend aus Johannes Pawellek, leitender Pfarrer; Gemeindereferent Minh Vu; Diakon Martin Matthews und Gemeindereferentin Katrin Sobanja. Wir werden zusammen für die beiden Pfarreien Buxtehude mit Neu Wulmstorf und Harsefeld und Stade mit Bremervörde und Hemmoor zuständig sein. Viele Fragen stellen sich – hier ein Versuch einiger Antworten:

– Ja, das ist ein großes Gebiet und
– ja, vieles wird nicht mehr so sein wie zuvor und
– ja, wir bekommen erstmal keinen zweiten Priester dazu und
– ja, Kirche verändert sich viel schneller als wir alle dachten und
– ja, manches wird es nicht mehr geben und
– ja, das ist erst der Anfang und
– ja, die Kirche wird nicht aufhören zu existieren und
– ja, Gottes Botschaft wird nicht untergehen und
– ja, das Hauptberuflichen Team muss sich erst finden bzw. sich in den großen   Räumen zurechtfinden und
– ja, die Ehrenamtlichen in der Gemeinde werden vieles alleine machen müssen und
– ja, wir alle zusammen sind zuständig für unser Gemeindeleben und
– ja, wir – Johannes Pawellek, Minh Vu, Martin Matthews und Katrin Sobanja mit den Mitarbeitenden der Pfarrbüros, der Verwaltung und des Dekanates nehmen die Herausforderung zusammen sehr gerne an und freuen uns auf einen guten, spirituellen, kreativen, gottvollen, gemeinsamen und gemeinschaftlichen Weg mit allen Menschen in unserem ÜPE-Gebiet!

Im Herbst werden wir zuhören und sortieren, Zuständigkeiten wahrnehmen, manches verwerfen und Neues begleiten, Pläne schmieden und Visionen entwickeln, aber auch die Realität nicht schönreden und der Wahrheit ins Auge blicken!

Katrin Sobanja

„Zeuginnen des Glaubens“ Hedwig von Andechs – Herzogin von Schlesien – 1174 – 1243

Hedwig von Andechs

Heiligenstatue der Hedwig von Andechs aus der Kirche St. Hedwig Görlitz (Methusalem at https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Hedwig_von_andechs.jpg)

Ein kleiner Einblick in die Lebensgeschichte der Herzogin Hedwig von Schlesien:

1174 wird Hedwig als Tochter des Grafen Berthold III. und seiner zweiten Frau Agnes in eine zu dieser Zeit mächtigste Fürstenfamilie Europas hinein geboren, in den Hochadel.
Ihr Zuhause: Die Burg Andechs am oberbayerischen Ammersee.
Gemäß ihrer Zeit und ihres Standes erhält sie ab ihrem 6. Lebensjahr eine umfassende Bildung in den Klöstern des Mittelalters. So lebt Hedwig im bekannten Benediktinerinnenkloster Kitzingen am Main. Erst als Zwölfjährige kehrt sie aus der klösterlichen Stille in das ihr fremd gewordene, höfische Treiben auf Burg Andechs zurück Der Herzog von Andechs-Meran und der Herzog von Schlesien wurden sich schnell einig: Der eine hatte einen jungen, unverheirateten Sohn und Erben; der andere eine junge, unverheiratete Tochter! – Berthold also versprach Hedwig zur Frau des künftigen Herzogs von Schlesien, Heinrich des I. Die junge Hedwig gehorcht mehr dem Willen ihrer Eltern als ihrem eigenen als sie ihn 1186 auf der Burg Andechs heiratet. Danach ziehen die jungen Brautleute über Plauen und Meißen nach Schlesien.

Im Gegensatz vieler im Mittelalter üblicher Jugendehen der Herrscherhäuser, die nicht zum Guten verliefen, bleiben Herzog Heinrich und seine oberbayerische Frau viele Jahrzehnte in Liebe verbunden. – Sieben Kinder wird die junge Herzogin zur Welt bringen, von denen sie am Ende sechs überlebt! Nach dem Tode seines Vaters erbt Heinrich dessen Besitzungen als Alleinerbe! Die Geschichte nennt Heinrich I. einen sehr zielstrebigen Herzog, der es versteht, Schlesien als machtvolles Herzogtum zu stabilisieren.

Hedwig steht als starke Frau an Heinrichs Seite. Ihre Lebensaufgabe erkennt sie darin, das Land wirtschaftlich wie kulturell zu entwickeln.
Hedwig kennt die Not der zweit- und drittgeborenen Söhne der Bauern in den deutschen Fürstentümern und ermöglicht ihnen in den Weiten von Schlesien Städte und Dörfer zu gründen, um dort als freie Menschen auf eigenem Grund leben zu können. Zehntausende Bauern und Handwerker kommen nach Schlesien.
Hedwig sieht sich als Mutter des Landes Schlesien. Sie selbst verteilt immer wieder herzogliche Vorräte an Hungernde und kümmert sich persönlich um arme und verlassene Mitmenschen. – Niemals fehlen an ihrem Mittagstisch arme Menschen „von der Straße“. Als durch Missernte eine Hungersnot im Lande ausbricht, lässt sie die Scheunen und Keller ihres Privatgutes Schawoine (heute Zawonia) öffnen und an die Armen verteilen. Begabte Töchter und Söhne armer Eltern lässt sie erstklassig ausbilden. Mehr noch: Studenten unterstützt sie, wo sie kann. Hedwig steigt allein in die Kerker der Gefangenen, erleichtert deren Los und kritisiert die Grundherren im Lande laut, wenn sie Unrecht erkennt. Todesstrafen erlässt sie, wenn die Verurteilten ihr Leben zukünftig guten Werken widmen. Herzogin Hedwig erkennt:

„Erst allmählich sah ich ein, dass es nicht genügte, einfach fromm zu sein und die Gebote zu beachten. Ich musste mich klein und kleiner machen!“

Und es gelingt ihr, neben einem Leben mit hoher Kunst, Staatspräsentation und weltlichen Geschäften ein Leben der Frömmigkeit, das Leben einer christlichen Asketin, zu führen. Streng ist Hedwigs Nahrungsaskese. Sie fastet täglich, ausgenommen an Sonntagen und an gewissen Feiertagen. Das Herzogpaar stiftet zahlreiche Klöster. Unter dem Einfluss seiner Frau gründet Herzog Heinrich das erste Frauenkloster in Trebnitz Schlesien. Zisterzienserinnen aus Bamberg ziehen ein und gestalten von nun an klösterliches Leben. Die Herzogin Hedwig lässt sich im Garten der Klosteranlage ein kleines Häuschen bauen, um vor Ort zu leben. Hedwig stirbt 1243 in Trebnitz. Die Schlesier errichten ihr ein wundervolles Hochgrab.

Bereits zu Lebzeiten ist sie eine Legende und das Volk ehrt sie auch nach ihrem Tode so sehr, dass der Papst Clemens IV sie bereits 24 Jahre nach ihrem Tod am 26. März 1267 heiligspricht. Der Papst nennt sie „Ein starkes Weib“, und als solches wird sie zur Landespatronin aller Schlesier bis auf den heutigen Tag!

Nach dem zweiten Weltkrieg nehmen die vertriebenen katholischen Schlesier*innen die Hedwigsverehrung mit in ihre neuen Pfarrgemeinden. Die heilige Hedwig wird zur Symbolgestalt für die verlorene Heimat. Heute gilt die heilige Hedwig auch als Patronin der Versöhnung zwischen Deutschland und Polen.

Namenstag: 16. Oktober

Quelle:
https://www.heiligenlexikon.de/BiographienH/Hedwig_von_Schlesien.htm