Rückblick auf das Open Space

Ich las in der KUNDE: „Einladung zu einem Open Space: Was bewegt mich?“ Im Vorfeld gingen mir Grundfragen meines christlichen Glaubens durch den Kopf. So habe ich die Einladung angenommen und ich war eine von 15 Teilnehmern. In einer großen Runde haben einige von uns Themen vorgeschlagen, die uns am Herzen lagen:

1. Wie können wir über den Glauben sprechen lernen?
2. Biblischer Text: Salz der Erde und Licht der Welt
3. Gemeinde als Oase des ‚Angenommen-Seins’
4. Kirche 2100: Wie können wir den Glauben an die nächste Generation weitergeben?
5. Christ sein in der heutigen Zeit (Ökumene)
6. Wie pflegen wir unsere Tradition bezüglich einladender, ansprechender Werte? Gottesdienstformen)
7. Den Glauben in den Alltag stellen und erfahrbar machen (Hauskreise, Feste)
8. Formen in Familie, Partnerschaft, Ehe,…

Zu einem Teil dieser Themen wurden Arbeitsgruppen gebildet. Im Laufe des Tages habe ich an Arbeitsgruppen teilgenommen, die sich mit den ersten drei Themen befassten.

In der ersten Gruppe haben wir uns in einem regen und ehrlichen Gespräch verschiedene Fragen gestellt: Ist nach diesem Leben alles zu Ende? Wie können wir uns das Leben nach dem Tod vorstellen? Was bedeutet für mich die Auferstehung? Worauf basiert mein Glaube? Auf dem Wort Gottes? Auf dem Glauben und Beispiel von Menschen, die mein Leben beeinflusst haben? …..
Es gab noch viele Fragen und auch einige Antworten. Der Austausch hat mir und auch anderen gut getan. Ich erkannte mit Gewissheit, dass ich dank meines Glaubens den Alltag positiver betrachte und mehr Hoffnung habe.

Am frühen Nachmittag haben wir beim Bibelteilen das Evangelium Mt.5,13 gelesen. Viele Überlegungen kamen aus der Gruppe, und ich fragte mich: Bin ich in meinem Alltag diese kleine Prise Salz, die der Suppe den Geschmack gibt? Bin ich so überzeugt und so hilfsbereit, dass ich für andere Menschen ein „Licht auf dem Hügel“ bin, oder verstecke ich mich? Welche Verantwortung haben wir als Gemeinde für die Menschen, die dem Gottesdienst fernbleiben?

In der letzten Gruppe war ich aufgefordert, konkreter zu werden. Unsere Überlegungen und Erfahrungen haben uns ermutigt, unsere Gemeinde deutlicher zu einem Ort der Aufnahme und der Begegnung zu machen: offen für Fremde, Suchende und Bedürftige. Mehrere Vorschläge wurden hierzu gemacht:

– Kontakte knüpfen durch eine Austauschbörse
– Firmlinge oder Jugendliche begeistern
– Aufnahme von Aktivitäten für die Flüchtlinge

Um 17.00 Uhr, bevor wir alle auseinander gingen, beschlossen wir den Tag in der großen Runde mit einer sehr positiven Bewertung unserer Erfahrungen. Es wurde der Wunsch geäußert, eine Fortsetzung dieses Gesprächsforums zu organisieren, z. B. zur Enzyklika „Laudato Sii“ von Papst Franziskus (über Umweltfragen).

Carmela Röschl

Termine im Dekanat

JUGENDNETZWERK UNTERELBE

Fahrt zum Kreuz&Quer-Gottesdienst

Kreuz&Quer ist deine Möglichkeit mit anderen Jugendlichen in gemüt-licher Atmosphäre gemeinsam den Glauben zu (er)leben.

Dich erwartet: Die berühmten 3 K’s: Kakao-Kekse-Kennenlernen, inte-ressante Impulse, Zeit zum Nachdenken, verschiedene Gebetsformen, viele Lieder,……und ein gemeinsames Abendessen

Datum:          9. April

Ort:                Hameln

Anmeldung:  bis 3. April

Ansprechperson: Tanja Garborek,

tanja.garborek@jupa-unterelbe.de

————————————————————————————

FRAUENSEELSORGE IM DEKANAT UNTERELBE

„Rendez-vouz“ – Begegnung mit einer bibl. Frau:  LYDIA

Geschäftsfrau – Gastgeberin – Gemeindeleiterin

Austausch und Gespräch

Datum:   16. April

Zeit:        14.30 – 18.00 Uhr

Ort:          Gemeindehaus St. Josef, Querweg 8, Neu Wulmstorf

Anmeldung: bis 8. April

Ansprechperson: Renate Vornholt,  Tel. 04141/411633

Gemeindereferentin@heilig-geist-stade.de

 

Monatslied April Gotteslob Nr. 337 „Freu dich, erlöste Christenheit“

Schon am Beginn der Predigt von Ostern steht das Erstaunen. Was mit der Auferstehung unseres Herrn geschah, überschreitet den Horizont aller menschlichen Erwartungen. „Wir sind nicht ausgeklügelten Geschichten gefolgt“, sagt Petrus in seinem zweiten Brief (2 Petr. 1, 16). Durch alle Ostererzählungen der Evangelien hindurch spüren wir, dass die Jünger die Botschaft von der Auferstehung völlig überrascht hat. Und weil die Auferstehung nicht innerweltlicher Logik entspricht, muss sie verkündet werden. Vom menschlichen Denken führt kein Weg zu diesem Geschehen. Bei der Botschaft von der Auferstehung Christi geht es nicht nur um Ihn. Es wandelt auch unser Leben um.

Das Lied dieses Monats ist vom Erstaunen über Jesu Auferstehung geprägt. Es verknüpft das, was im Leben Jesu geschah mit dem Leben der Glaubenden. Denn christliches Leben und Auferstehung Jesu gehören zusammen. Deswegen werden in den Strophen des Liedes die äußeren Ereignisse von Ostern durchschaubar gemacht auf das, was sie für uns bedeuten.

Die verschiedenen Strophen sind nicht alle zur gleichen Zeit entstanden und auch nicht am selben Ort; das macht deutlich, es handelt sich nicht um ein Kunstlied, vielmehr ist es geprägt von der Frömmigkeit des Volkes. So meidet das Lied auch theologische Begriffe und Abstraktionen. Es bietet keine Lehrsätze, sondern spricht die Sprache des Herzens, die jeder verstehen kann, auch schon ein Kind. Jede Strophe besteht aus einem Satz, der durch einen gleichbleibenden Refrain unterbrochen wird („freu dich und singe“). Dann folgt abschließend der Satz „Halleluja. Sing fröhlich Halleluja!“

Die Melodie steht in B-Dur und beginnt auf der unteren Quinte, dadurch wird die Freude über die Auferstehung musikalisch unterstrichen. Christus ist aus der Tiefe des Grabes in die lichtvolle Höhe des Lebens Gottes eingetreten; und auch wir sind dazu berufen, dort zu leben (entsprechend dem Wort des heiligen Paulus: „Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!“ – Kol. 3, 2). Die Melodie bewegt sich im Vier-Viertel-Takt; nur an einer Stelle tritt eine Achtelnote in Verbindung mit einer Ligatur (Schleife) auf: dadurch bekommt der zugehörige Text einen Nachdruck („und singe“): die Auferstehung Christi kann man nicht unbeteiligt mitteilen; sie muss mit der ganzen Existenz verkündet werden. Und die tiefsten Schichten unseres Wesens eröffnen sich im Singen.

Das Lied wird uns gesanglich kaum Schwierigkeiten bereiten. Nur ein Intervall ist nicht so geläufig: der Übergang von der ersten zur zweiten Zeile. Dort steht eine Sext, damit wird noch einmal unterstrichen, dass es beim Glauben an die Auferstehung darum geht, sich zu erheben aus unserer Welt der Erfahrung in die Welt Gottes, in die Er uns gerufen hat.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Kirchenchor singt Bruckner-Messe für den Gründonnerstag

An diesem Gründonnerstag singt der Kirchenchor unserer Gemeinde die vierstimmige Choralmesse ohne Kyrie und Gloria für den Gründonnerstag von Anton Bruckner. Die Komposition erklingt in der Messe vom letzten Abendmahl, die um 19.30 Uhr in Heilig Geist gefeiert wird.

Bruckner schrieb diese Messe im Jahre 1844 wahrscheinlich in Kronstorf. Sie ist im „Kirchenstil“ geschrieben, einem einfachen a-capella-Satz. Der Chor singt aus dem Proprium des Tages das Graduale Christus factus est und das Offertorium Dextera Domini, aus dem Ordinarium das Sanctus und Benedictus sowie das Agnus Dei. Das unvollständige Credo von Bruckner entfällt, es ist in den heutigen liturgischen Büchern nicht mehr vorgesehen.

Einem alten liturgischen Brauch entsprechend schweigt die Orgel ab Gründonnerstag nach dem feierlichen Gloria. Danach setzt der Chorgesang ein, was diesem ersten Tag des Heiligen Triduums (Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht) eine besondere Feierlichkeit gibt. Der Kirchenchor singt auch am Karfreitag um 15 Uhr in der Karfreitagsliturgie, ebenfalls in Heilig Geist.