„Zeuginnen des Glaubens“ Junia – Apostelin der ersten Stunde

Verschollen und wiederentdeckt – Junia – Apostelin der ersten Stunde

Apostelin Junia Grafik: Christina Claßen

Fortführung „Zeuginnen des Glaubens“ (Apostelin-Leuchter)

R. Gehrke

Über lange Zeit war es üblich über „Zwölf Apostel“ zu sprechen und dabei nur an Männer zu denken, wie in Texten der Evangelien

(Mk3,13-19, Mt10,1-4, Lk6,12-16) überliefert.

In der Einheitsübersetzung der Bibel von 2016 wird nun im Brief vom Apostel Paulus an die Römer die Apostelin Junia benannt, die in der Urkirche eine leitende Funktion als Diakonin und Missionarin hatte. Es heißt im Brief an die Römer (16,7): „Grüßt Andronikus und Junia, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren; sie ragen heraus unter den Aposteln und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt.“ Für Paulus ist es klar, dass er eine Apostelin grüßt.
Hingegen in allen älteren Bibelausgaben stehen die Namen zweier Männer „Andronikus und Junias“.

Schuld daran trägt die griechische Grammatik, die auch für Namen den Akkusativ vorsieht, so wird aus Junia Junian, ein Apostel. Bei Wikipedia steht: „Ein Apostel (von altgriechisch ἀπόστολος apóstolos, deutsch ‚Gesandter, Sendbote‘) ist im Verständnis der Tradition des Christentums jemand, der von Jesus Christus direkt mit dem Auftrag der Verkündigung des Glaubens  beauftragt wurde.“ Sprechen wir heute von „Zwölf Aposteln“ folgen wir dem Sprachgebrauch des Evangelisten Lukas. Für ihn waren die „Zwölf Apostel“ die Männer, die Jesus zu Lebzeiten begleitet haben. Matthäus, Markus und Johannes sprechen in ihren Texten fast nie von Aposteln. Dagegen verwendet Paulus den Begriff „Apostel Jesu Christi“ für Männer und Frauen, die Botschaft über Jesus Christus verbreitet haben. Dazu gehört Junia.
„Apostelinnen sind also Menschen, die von Gott hinausgeschickt
werden, von Jesu Liebe zu erzählen“, definiert die Frauenseelsorge
Speyer.
Geben wir den Boten und Botinnen des Glaubens Raum in unserem Leben.

Im Gottesdienst am 6. Februar wurde der 13. Apostel-Leuchter in Heilig Geist vorgestellt.

Gottesdienste nach 2-G- und 3-G-Regel

Zum Schutz aller Gottesdienstbesucher hat der Kirchenvorstand, auf Bitten der Leitungs- und Lotsenteams beschlossen, dass die Gottesdienste in den Kirchenstandorten der Pfarrei beginnend ab dem 05.02.2022 unter 2G- bzw. 3G-Regeln gefeiert werden. Bis dahin werden alle Gottesdienste der Pfarrei in der gewohnten Form gefeiert.

Ab 05./06. Februar 2022 gilt folgendes:

3-G-Regel : St. Michael (Bremervörde), St. Ansgar (Hemmoor)  und Hl. Geist (Stade)
2-G-Regel : St. Joseph (Stade)

Nach der 3G-Regel können Genesene, Geimpfte und Getestete an der Feier des Gottesdienstes teilnehmen.

Nur zertifizierte Tests, die von einem Arzt, einer Apotheke oder einem Testzentrum erstellt wurden berechtigen zur Teilnahme am Gottesdienst. Die Gültigkeit eines Antigen Schnelltests ist auf 24 Stunden und die eines PCR-Test ist auf 48 Stunden begrenzt. Nach Ablauf dieser Frist sind die Tests ungültig und ermöglichen KEINE Teilnahme am Gottesdienst.

NICHT zertifizierte, eigenständig durchgeführte Tests können nicht akzeptiert werden.

Bei der 2G-Regel ist die Teilnahme an der Feier des Gottesdienstes nur für Genesene und Geimpfte möglich.

Geimpfte und Genesene müssen einen entsprechenden Nachweis mitbringen.
Wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, braucht ein ärztliches Attest und einen gültigen Test.

Die Ordner sind verpflichtet die entsprechenden Nachweise und die Identität der Personen zu überprüfen.

Die medizinische Maskenpflicht bleibt weiterhin bestehen.

Apostelinleuchter für die Kirche Heilig Geist

Frauen der katholischen Frauengemeinschaft der Heilig-Geist-Gemeinde sprachen bei ihrem Treffen im Dezember 2021 über verschollene Apostelinnen. Biografien von Glaubenszeuginnen aus allen Zeitepochen und Jahrhunderten, von Frauen, die im Auftrag Jesu Christi den Glauben verkündeten und die nicht unbedingt aus dem Canon der Seligen und Heiligen kommen, standen im Mittelpunkt des Abends. Frauen wie Priska, Phoebe, Junia, Teresa von Avila, Sophie Scholl, Edith Stein, Dorothee Sölle, Madlene Delbrell u.v.a. haben weltweit unser christliches Leben beispielhaft geprägt und gestärkt. Sie verkündeten und lebten die Botschaft Jesu im Alltag.

Ein zusätzlicher Apostelinleuchter in unserer Heilig-Geist-Kirche soll an die Frauen erinnern, die zu ihren Lebzeiten als Botschafterinnen für Jesus Christus unterwegs waren und uns heute Vorbilder im Glauben sind. Der Leuchter wird genutzt um jeden Monat Bild und Lebensbeschreibung einer Heiligen im Alltag darunter anzubringen.
Außerdem wird ab Februar 2022 monatlich eine Apostelin in der
Kunde vorgestellt unter dem Motto
„Weiblich, stark und christlich – Frauen und ihr Glaube“.
An Mitgestaltung Interessierte können sich bei Gemeindereferentin
Renate Vornholt und Regina Gehrke (Sprecherin kfd Stade) melden!

Apostelinleuchte - Albrecht Kirchenbedarf
Beispiel wie ein Apostelinleuchter integriert werden könnte
Das kfd-Purpurkreuz: Zeichen für die Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche.

Musik im Advent

Duo Dream.box

Adventsmusik mit dem Duo Dream.box in St. Josef
Musik für Jazzgesang und Harfe

Das Duo Dream.box – bestehend aus der Sängerin Yvonne Dombrowski und der Harfenistin Marie Schroeder – gründete sich 2020 in Hamburg. Die beiden Musikerinnen lernten sich bereits 2018 kennen und beschlossen im vergangenen Jahr, als die Corona-Pandemie fast alle konzertanten Aktivitäten verhinderte, gemeinsam ein Programm zu erarbeiten, um der eigenen künstlerischen Entwicklung Auftrieb zu verschaffen. Aus einer Freundschaft erwuchs eine tiefe musikalische Verbundenheit, in der die klassische Expertise Marie Schroeders und der im Jazzgesang verwurzelte Stimmgebrauch Yvonne Dombrowskis zu einem betörenden Mix zusammenfinden: Die ungewöhnliche Besetzung fasziniert und zieht die Zuhörer*innen in ihren Bann. Das Programm des Duos speist sich aus verschiedenen Strömungen, was zum Teil in der Ausbildung der Musikerinnen begründet liegt. Während Yvonne in Osnabrück unter anderem Jazzgesang studierte, absolvierte Marie in Berlin ein Studium zur klassischen Konzertharfenistin. Dementsprechend haben beide Stilrichtungen Einfluss auf das gemeinsame musikalische Schaffen. Gleichzeitig fällt es schwer, ihre Musik einem bestimmten Genre zuzuordnen. Dream.box ist etwas ganz Eigenes. Die Arrangements werden extra für das Duo geschrieben.
In diesem Konzert stellen Yvonne und Marie ihr erstes Album „Mittwinter“ vor, welches im
November diesen Jahres erscheint. Zu hören sind sowohl bekannte als auch unbekanntere
winterliche Stücke in neuen, feinfühligen Interpretationen, welche die Zuhörer*innen immer wieder aufgrund ihres Facettenreichtums überraschen werden.

Website: https://www.dreambox-duo.com

Sie können sich hier  Kath. Gemeinde Heilig Geist, Stade (secretarius.de) für die Veranstaltung anmelden.