Zeuginnen des Glauben – Teresa von Kalkutta

Februar 2023 Fortführung „Zeuginnen des Glaubens“
Teresa von Kalkutta bekannt als Mutter Teresa

„Friede beginnt mit einem Lächeln.“

Teresa wurde am 26. August 1910 als Anjezë Gonxhe Bojaxhiu im heutigen Skopje, Nordmazedonien geboren und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Ihre Eltern erzogen sie sehr religiös und ihre Schulbidung erhielt sie in der katholischen Mädchenschule in Shkodra/Albaniien. Als sie 10 Jahre alt war, verstarb ihr Vater.

Im Alter von 12 Jahren entschied sich Anjezë für ein Leben im Kloster, um dann mit 18 Jahren Ordensfrau bei den Schwestern von Loreto in Dublin zu werden. 1931 nahm Anjezë den Ordensnamen Teresa an. Wie ihr Vorbild, die Mystikerin Teresa von Ávila, wollte Teresa von Kalkutta ein Leben in der Verkündigung der Frohen Botschaft Jesus Christus gestalten.

1937 legte sie ihr Ordensgelübde ab und ging als Leiterin der höheren Schule für bengalische Mädchen nach Kalkutta. Neben ihrer Lehrtätigkeit setzte sie sich für die Bekämpfung von Not, Obdachlosigkeit und Elend in Indien ein. 1947 hatte Teresa Visionen, in denen sie viele arme Kinder sah, die ihre Hände nach ihr ausstreckten. In späteren Visionen liefen die Kinder in Scharen auf sie zu, wo auch immer Teresa hinkam. Diese Erscheinungen veranlassten sie von den Loreto-Schwestern auszuscheiden und eine neue Gemeinschaft zu gründen, den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe.

Ölbild von Żaba für das Haus Betlehem der Missionarinnen der Nächstenliebe in Hamburg-St. Pauli (Żaba 2010)
Foto: M. Loewenstein

Laut ihrer persönlichen Aussagen folgte sie dem Ruf von Jesus, indem sie ihr Leben in den Dienst der Waisen, Sterbenden, Kranken und vor allen Dingen der Leprakranken in den Slums von Kalkutta stellte. Die Lepra-Kolonie „Shanti Nagar“ (Stadt des Friedens) wurde 1962 unter ihrer Leitung gegründet. Teresa sorgte dafür, dass die Todkranken dort wenigstens in Würde sterben konnten.

Für ihre Arbeit mit Armen, Obdachlosen, Kranken und Sterbenden erhielt sie 1979 den Friedensnobelpreis. Mit großer Hilfsbereitschaft und unendlicher Nächstenliebe versuchte Teresa den Menschen in Kalkutta Gottes Liebe nahe zu bringen. Ihr Leitspruch ist der Satz aus dem Matthäus Evangelium: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Einheitsübersetzung 2016 Mt25,40). Teresa von Kalkutta ist ein ganz normaler Mensch und gleichzeitig eine große Heilige. Sie hat einen Strahl der Liebe Gottes in dieser Welt sichtbar gemacht. Dieser Strahl leuchtet bis heute weiter. 2023 ermutigt Teresa auch uns so ein Lichtstrahl zu werden. Wir müssen keine großen Dinge leisten, sondern vor allem „kleine Dinge mit großer Liebe tun“.

Bis 1997 leitete sie als Generaloberin den von ihr gegründeten Orden Missionarinnen der Nächstenliebe, deren Angehörige sich zum zum Dienst an den Bedürftigen verpflichten müssen.
Mutter Teresa starb 1997 in Kalkutta im Alter von 87 Jahren.

Im Jahr der Barmherzigkeit 2016 wurde sie heiliggesprochen.