„Frauenrechte sind Menschenrechte“ – Gottesdienste

An diesem Wochenende fanden die Gottesdienstbesucher*innen auf den Kirchenbänken Brötchentüten. Auf den Tüten steht: „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ – außerdem eine Liste mit Hilfskontakten gegen häusliche Gewalt. Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, beginnt die jährliche 16-Tage-Kampagne „Frauenrechte* sind Menschenrechte“.  Regina Gehrke (kfd-Vorsitzende) machte in den Fürbitten auf die weltweite Unterdrückung von Mädchen und Frauen,  Sexismus und auch die Gewalt in der Institution Kirche aufmerksam. Gemeindeassistentin Anna-Lena Passior übernahm die Predigt in St. Josef und Heilig Geist: „Das Reich Gottes von dem Jesus spricht bewegt sich in der Spannung vom „schon jetzt“ und „Noch nicht“. Die Erzählung vom Reich Gottes, vom Jüngsten Gericht, von der Gerechtigkeit in Ewigkeit, will uns nicht dazu auffordern, uns zurückzulehnen und zu warten. Sondern die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, das „Noch nicht“ soll eine Richtschnur für unser Handeln sein.“ Sie stellt die Polizeistatistiken aus dem Jahr 2019 vor, nach denen an fast jedem dritten Tag eine Frau durch die Tat ihres Partners oder Ex-Partners gestorben ist und es umgerechnet alle 45 Minuten Verletzungen und Angriffe gibt. Dieses Wochenende war im katholischen Kalender der Christkönigssonntag, an diesem Tag sollten Christ*innen sich daran erinnern, dass wer Christus König nennt, auch Opfer von häuslicher Gewalt so betrachten muss. Das Evangelium zeigt, das jeder Mensch voller Würde ist und wertvoll wie ein König oder eine Königin. Am Ende wurde ein Dank für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, Mitarbeiter*innen im Frauenhaus, sowie die unterschiedlichen Beratungsstellen ausgesprochen.

Aufgrund der Pandemie können nicht alle Veranstaltungen der 16-Tage-Kampagne stattfinden. Hier finden Sie alle aktuellen Informationen:

https://www.gleichstellung-landkreis-stade.de/aktuelles