Monatslied Februar 2016 – Gotteslob Nr. 500 „Nun lässest du, o Herr“

Am 2. Februar begehen wir das  Fest der „Darstellung des Herrn“  (im Volksmund auch „Mariä Lichtmess“ genannt): Jesus wird  40 Tage nach Seiner Geburt  in den Tempel von Jerusalem getragen, um dem Herrn dargestellt und geweiht zu werden. Dabei  begegnet Ihm der greise Simeon und stimmt einen Lobgesang an (Lk 2, 29 – 32).

Dieser Gesang hat seit dem Mittelalter seinen Platz gefunden im Nachtgebet der Kirche. Aber schon im  alten Mönchtum in Palästina wird er regelmäßig verwendet und findet sich hier zum Abschluss der Vesper.

Nachdem Simeon Christus im Tempel begegnet ist, sieht er all seine Hoffnung erfüllt und kann vertrauensvoll sein Leben in Gottes Hände legen. Ihm ist das Licht Gottes begegnet, und deshalb kann beruhigt sein Leben Gottes Händen anvertrauen.

Wenn ein solcher Text zum Abschluss des Abendgebetes vorgetragen wird, wird damit auch deutlich, dass er zugleich in die Nachtruhe überleiten will. Ist die Sonne untergegangen, dann bleibt dem Menschen –jedenfalls in einer Kultur ohne Elektrizität- kein Tagwerk mehr zu tun.

So ist das Abendgebet der Kirche zugleich eine rituelle Überleitung in die Nacht, in der der Mensch sein Leben Gott überantwortet – ohne die Gewissheit am anderen Morgen wieder aufzuwachen, aber doch im gläubigen Vertrauen, dass Gott auch erloschenes Leben wieder erwecken kann.

Der Abend des Tages hat eine vielfältige Symbolik. Sie kommt sehr schön zum Ausdruck im Abendgebet  GL 11,5 von Georg Christian Diefenbach: „Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt.“

Das Lied „Nun lässest Du, o Herr“ ist in unserem Gotteslob deshalb eingeordnet in die Gesänge „Tod und Vollendung“. Es kann also gesungen werden in Gottesdiensten für die Verstorbenen. Aber man kann es natürlich auch zum Tagesabschluss verwenden.

Der Lobgesang des Simeon, das „Nunc dimittis“, ist in unzähligen Fassungen von großen und kleinen Komponisten, sowohl lateinisch wie deutsch auf uns gekommen. Aber es gab keine Fassung als schlichtes Gemeindelied. Das „Kirchenlied II“ von 1966 hat zum ersten Mal ein solches Lied von Georg Thurmair angeboten. Es hat in jeder Strophe  vier Verse und erweitert damit den vorgegebenen Text der Heiligen  Schrift .  Der Text wurde in das erste „Gotteslob“ übernommen. Dazu wurde  eine Melodie aus dem Genfer Psalter (1551) gewählt.  Sie scheint sich nicht durchgesetzt zu haben. Deshalb bietet unser jetziges „Gotteslob“ eine neue Fassung an.

Das Lied ist in e-moll notiert und hat einen 6/8 Takt. Dadurch ergibt sich ein wiegender Rhythmus, der eine besinnliche Stimmung hervorruft. Es ist darauf zu achten, dass  beim Singen nur die kurze Achtelpause in der Mitte eingehalten wird. Andernfalls wird der Sinnzusammenhalt zerrissen.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Informationen zum Open Space am 13. Februar

Haben Sie Fragen zu Gegenwart und Zukunft der Kirche?

Sind wir in der Heilig-Geist-Pfarrei zwischen Bremervörde,
Hemmoor und Stade „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“?

Wollen Sie darüber mit anderen ins Gespräch kommen?

Herzliche Einladung zu einem Open Space
am Samstag,
dem 13. Februar 2016, von 10.00 – 18.00 Uhr
im ev. Gemeindehaus St. Marien,
Hauptstraße 55,
21709 Himmelpforten

Wir wollen dieses Experiment wagen, weil wir glauben, dass es genug Menschen gibt, denen Glaube und Kirche am Herzen liegt.
Eine Anmeldung ist erforderlich für Verpflegung und Raumplanung, bitte bis zum 8. Februar im Pfarrbüro, Tel. 04141/62602
oder per Mail: hlgeiststade@t-online.de.

Leben deuten – Glauben feiern – Themenabende zur Liturgie

Vier Abende zum Thema „Liturgie und persönlicher Glaube“ in der österlichen Bußzeit

Die Liturgie ist Höhepunkt und Quelle allen christlichen Lebens – das hat das II. Vatikanische Konzil gesagt. Liturgie und Leben im Alltag gehören also zusammen. Wenn Liturgie und Leben nicht mehr zusammenklingen, wenn Frauen und Männer in den Gemeinden sich, ihr Leben, ihre Gotteserfahrungen nicht mehr in der Liturgie unterbringen und die Liturgie nicht mehr als Quelle ihres alltäglichen Lebens erleben, dann entscheidet sich daran sehr viel – für die Menschen, die Kirche vor Ort, für die Feier des Gottesdienstes.

An dieser Stelle setzen die vier Themenabende zu „Liturgie und persönlicher Glaube“ an. Der spirituelle Zugang zur Liturgie und damit der Zusammenhang von liturgischer und geistlicher Bildung ist die Mitte dieser Veranstaltungsreihe. Eingeladen sind alle, die einen liturgischen Dienst ausüben und alle, die ein Interesse an der Liturgie haben.

Die Themenabende finden jeweils am Dienstag um 19.30 Uhr in St. Josef statt.

16. Februar: Wie Gott im Gottesdienst wahr(nehmbar) wird –
„Liturgie und Gottesbild“
23. Februar: Gott spricht mich an – „Wort Gottes in der Liturgie“
01. März: … da bin ich mitten unter ihnen – „Versammlung im Namen Jesu“
08. März: Mein Leben in der Liturgie wiederfinden – „Liturgie und Biographie“

Eine Teilnahme an allen Themenabenden ist erwünscht, da es einen inneren Zusammenhang gibt und wir miteinander einen Exerzitienweg in der österlichen Bußzeit gehen wollen. Herzliche Einladung also an alle liturgisch Interessierten aus Hemmoor, Bremervörde und Stade. Es ist vorgesehen, nach Ostern Verabredungen für die Weiterarbeit am Thema Liturgie vor Ort zu treffen.

Mit herzlichem Gruß Hans Thunert, Pastoralreferent
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 15. Feb. an; Kosten: 6,- €.
Anmeldungen über: Renate Vornholt, Tel. 04141/411633 oder
Gemeindereferentin@heilig-geist-stade.de

„Stade ahoi“ Grüße an die Gemeinde

Liebe Gemeinde,

seit dem 8. Dezember begleitet uns das Jahr der Barmherzigkeit, um den Akzent unseres Glaubens auf die „Barmherzigkeit Gottes“, das pulsierende Herz des Evangeliums, zu legen.

„Das Logo des Gebetsbildchens, das Weihnachten in unseren Kirchen verteilt wurde, veranschaulicht, wie der Gute Hirt in direkten Kontakt mit den Menschen kommt. Die Form einer Mandorla, einer mandelförmigen Umrandung, lässt im Stil einer Ikone die gleichzeitige Präsenz der göttlichen und menschlichen Gegenwart Christi, der sogenannten Zwei-Naturen-Lehre, aufleuchten. Drei konzentrische Ovale verdeutlichen in unterschiedlichen Blautönen die Bewegung Christi, der uns Menschen aus der Nacht der Sünde und des Todes zum Licht bringt. Auf der anderen Seite steht die tiefdunkle Farbe im Zentrum für die Undurchdringlichkeit der Liebe des Vaters, der alles verzeiht.“ – so erschließt der Kapuziner Br. Helmut Rakowski dieses Bild.

Danke für all Ihre Zeichen der Barmherzigkeit, die in den Weihnachtskollekten für Adveniat und für afrikanische Katecheten die Summe von  5.945,67 € erbracht haben.

Danke allen, die auch dieses Mal wieder mitgewirkt haben bei der Stern-singeraktion im Versuch, Kinder zu motivieren, und denen, die als Organisatoren, Fahrer und Begleiter die Aktion erfolgreich durchgeführt haben. Stellvertretend seien hier genannt: K. Schumacher und G. Schreck, B. von Soden-Fraunhofen und K. Rapp sowie M. Duße und Ehepaar Gold.

Dank aber auch allen großzügigen Spendern, die insgesamt das erfreuliche Ergebnis von 9.862,39 vorweisen können.

Unsere besondere Freude ist es, dass unser Diözesanbischof im 111. Jahr der   St. Ansgar-Kirche den weiten Weg aus Hildesheim nicht scheut, um beim „Evensong“ des Ansgarfestes dabei zu sein und so auch einmal die Hemmoorer Kirche persönlich kennen zu lernen.

Am Rosensonntag lädt zum 5. Mal die DJK Stade zu einem närrischen Kirchen-kaffee ein. Die Kinder können wieder verkleidet in den Familiengottesdienst nach Heilig Geist kommen, um anschließend mit den Messdienern in den unteren Gemeinderäumen zu feiern.

Am Fastnachtsdienstag sind alle Kinder in Hemmoor von 16.00-18.00 Uhr zum Kinderfasching nach St. Ansgar eingeladen.

Der Aschermittwoch wird wieder ökumenisch mit der Johannisgemeinde gefeiert, dieses Mal sind wir Gastgeber. In der vierzigtägigen Bußzeit werden uns von Pfr. Rauchfuß Glaubensgespräche und ein Exerzitien-Emmauskurs angeboten. Ferner führen wir wieder Früh-/Spätschichten und Kreuzwegandachten durch.

Wegen einer Radioübertragung am 28. Februar entfällt der Samstaggottesdienst am 27. Feb. in St. Josef und wird stattdessen um 18 Uhr in Heilig Geist gefeiert.

Mit einem karnevalistischen „Stade ahoi“, wie es die hiesige Fastnachtsgilde ausdrückt, bin ich

Ihr Seelsorger Matthias Kaleth

Ökumenische Veranstaltungen

Ökumenische Bibelwoche

Unter dem Thema „Augen auf und durch“ geht es in der Bibelwoche um Texte aus dem Buch Sacharja.

So sieht der Ablauf der Woche aus (Beginn ist jeweils 19.30 Uhr):

01.02.: Heilig Geist          02.02.: Johannis              03.02.: Baptisten
04.02.: St. Cosmae           05.02.: Markus

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch (10. Februar) feiern wir um 19.00 Uhr wieder einen ökumenischen Gottesdienst, in diesem Jahr in der Heilig-Geist-Kirche.

Anschließend laden wir herzlich ein zu einer Begegnung im Pfarrsaal.

Weltgebetstag aus Kuba

       Freitag, 4. März 2016

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“

Kuba ist im Jahr 2016 das Schwerpunktland des Weltgebetstags. Die größte und bevölkerungsreichste Karibikinsel steht im Mittelpunkt, wenn am Freitag, 4.3.2016 rund um den Erdball der Weltgebetstag gefeiert wird. Die Gebetsordnung haben über 20 kubanische Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen ausgewählt. Unter dem o. g. Titel erzählen sie von ihren Sorgen und Hoffnungen angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in ihrem Land.

Im zentralen Lesungstext ihrer Ordnung (Mk 10,13-16) lässt Jesus Kinder zu sich kommen und segnet sie. Ein gutes Zusammenleben der Generationen begreifen die Kubanerinnen als Herausforderung – hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren.

     Aus:     Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Seminar im Rahmen des Luther-Jubiläums

An vier Donnerstagabenden referieren die Geistlichen von St. Wilhadi über zentrale Themen lutherischer Theologie und bieten Raum für Gespräch und Auseinandersetzung, jeweils 20.00-21.30 Uhr im Pastor-Behrens-Haus.

21.1.: „Aus Luthers Leben“ (Superintendent Dr. Thomas Kück)
28.1.: „Gerechtfertigt aus Glauben“ (Pastorin Claudia Brandy)
11.2.: „Der Umgang mit dem Wort Gottes“ (Pastor Götz Brakel und Pfarrer Matthias Kaleth als ökumenischer Gast)
18.2.: „Luthergedenken – die Reformationsjubiläen im Wandel“ (Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy)

Herzliche Einladung an alle Interessierten, auch wenn die Vortragsreihe im Januar bereits begonnen hat.                                             Marianne Neubüser