Das Wunder des Teilens

Liebe Gemeinde,

vielleicht haben Sie am 12. Oktober bei Arte auch den Film gesehen zum 800. Geburtstag des hl. Ludwig, dem König und Heiligen in einer Person? Von ihm stammt die 1241 errichtete Saint-Chapelle in Paris, ein Juwel gotischer Baukunst. Hier wurde die eine Hälfte von dem Mantel aufbewahrt, dessen andere Hälfte der hl. Martin dem frierenden Bettler an den Stadttoren vor Amiens gab und mit der Christus bekleidet dem Heiligen im Traum erschien.

Dieser Mantel (lat. cappa) gehörte zum Kronschatz der fränkischen Könige und wurde auf ihren Reisen mitgeführt. Eigens damit beauftragte Geistliche hüteten das Mäntelchen in kleineren Räumlichkeiten, die als Kirchenraum genutzt wurden. „Kapellane“ hießen sie, und noch heute erinnert jeder kleinere Kirchraum als „Kapelle“ an dieses Teilungswunder.

Im neuen Gotteslob hat St. Martin nun unter der Liednummer 545 seinen Platz gefunden. Gewiss ist Ihnen der Heilige auch schon in der Darstellung im hintersten Glasfenster der Josefskirche aufgefallen. Der hl. Martin ist Patron Frankreichs und der Slowakei, der Stadt Mainz und des Eichsfeldes.

Dieses Jahr soll – im Rahmen des Bistumsjubiläums – das Martinsfest in St. Josef nicht nur mit den Hagener Jagdhornbläsern, sondern auch mit den Kindern und Eltern unseres Kindergartens begangen werden. Seien auch Sie dazu herzlich willkommen am 11. November!

Teilen – das tun täglich die Ehrenamtlichen von Diakonie und Caritas, die in der Wärmestube sich für Bedürftige aufreiben und auf diese Weise ein eindrucksvolles Beispiel der Nächstenliebe im Sinne von St. Martin geben. Und teilen sollten wir alle in diesen Tagen die Leidenschaft im Gebet um Frieden. Dazu sind Sie in der ökumenischen Friedensdekade vom 9.-19. Nov. jeweils um 18.00 Uhr in die St. Cosmae-Kirche eingeladen.

Gute Wünsche für den letzten Monat des Kirchenjahres
Ihr Seelsorger Matthias Kaleth

Allerseelen

In der heutigen Messe in Heilig Geist haben wir der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht. Jeder Name wurde genannt und für jeden der zum Vater Heimgerufenen ein Licht an der Osterkerze vor dem Altar entzündet.

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Allmächtiger Gott,
wir glauben und bekennen,
dass du deinen Sohn
als Ersten von den Toten auferweckt hast.
Stärke unsere Hoffnung,
dass du auch unsere Brüder und Schwestern
auferwecken wirst zum ewigen Leben.
Tagesgebet

Lesenacht

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Am 14. November 2014 von 18-20 Uhr
in unserer Katholischen öffentlichen Bücherei
im Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche.

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Herzliche Einladung an alle Kinder
im Alter von 5-12 Jahren.

In kuscheligen Ecken Geschichten hören und natürlich spannende Bücher ausleihen

Bitte über das Pfarrbüro hierzu anmelden! Telefon: 0 41 41/626 02

Monatslied Oktober: „Nun lob, mein Seel’, den Herren“ (GL 824)

Das Monatslied, das ich Ihnen heute vorstelle, hat eine bemerkenswerte Geschichte: Als zum Ende des Dreißigjährigen Krieges der Westfälische Friede in der Frühe des 25. Oktober 1648 von der Treppe des Rathauses in Osnabrück bekanntgegeben wurde, stimmte das auf dem Marktplatz versammelte Volk ein in den vom Turm der Marienkirche geblasenen Choral „Nun lob, mein Seel’, den Herren“. Damals war eine gewaltige Last von den Menschen gefallen. Die Verkündigung des Friedens wurde für sie zur Erfahrung der Nähe Gottes.

Unser Gesangbuch bietet nur die erste von vier Strophen und eine Doxologie, die von einem anderen Verfasser stammt. In schlichter Art möchte der Dichter deutlich machen, was es heißt, von der erbarmenden Liebe des heiligen Gottes umfangen zu sein. Das ist das Göttliche an Gott: dass er mit seinem Erbarmen die Brücke schlägt, wo der Mensch nur die Kluft sieht.

Wir Menschen heute erfahren zwar oft, dass Gott weit weg von uns ist, möchten aber nicht gern hören, dass das etwas mit unserer Sünde zu tun hat. Vielleicht denken wir dabei vor allem an moralisches Versagen, aber Sünde ist vor allem dieses Fernsein von Gott. Daraus erwachsen unsere Fehler. Der Glaube möchte uns in die Nähe zu Gott bringen. Wer diese Botschaft annimmt, weiß sich zum Lob und Dank Gottes gerufen.

Der Aussage des Textes entspricht der Wechsel zwischen halben und Viertelnoten. Er lässt einen an ein Wiegenlied erinnern: Im Schoß Gottes ist uns Geborgenheit geschenkt.

Eberhard Laufköter

Es wird Zeit dafür…

Einladung zum Gebet für die geistliche Erneuerung unserer Gemeinde

Es bleibt uns Christen nicht verborgen, dass wir weniger werden, was Zahl, Geld und Einfluss angeht. Was oft weniger beachtet wird, ist der Verlust geistiger und geistlicher Kraft und Lebendigkeit, der dahinter steht (analog zur Krise unserer Kultur): Glaube macht keine Freude, wir wagen es nicht, ihn nach außen zu verkünden.

Papst Franziskus kennt das und fordert deshalb in der Enzyklika „Die Freude des Evangeliums“ dazu auf, sich dem Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen und den kontemplativen Geist wiederzuerlangen, d. h. den „inneren Raum pflegen“, der all unseren Tätigkeiten einen christlichen Sinn verleiht: Christi Liebe betrachten, Gespräch mit dem Herrn, betende Begegnung mit dem Wort Gottes, Zeiten der Anbetung.

Deshalb die Einladung zur Gründung eines Gebetskreises in jeder unserer Gemeinden! Für diejenigen von Ihnen, die überlegen, ob sie mitmachen wollen, würde dies bedeuten:
– ein tägliches Gebet für die Gemeinde und
– ein monatliches Treffen in der Kirche zur Anbetung und zum geistlichen Gespräch.

Die Mindestzahl der Teilnehmer eines solchen Kreises orientiert sich an Mt 18,19: „Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.“ und Mt 18,20: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…“

Der Termin für das erste Treffen ist der 17. Oktober um 20.00 Uhr in Heilig Geist. Dann entscheiden die Anwesenden über die Termine der weiteren monatlichen Treffen.

Für Rückfragen stehen Renate Vornholt und Oskar Rauchfuß zur Verfügung. Anmeldungen auch im Pfarrbüro möglich.

Oskar Rauchfuß

Zum Geleit

If you are not embarrassed by the first version of your product, you’ve launched too late.
— Reid Hoffman

Sinngemäß übersetzt: Wenn Dir die erste Version deines Produkts nicht peinlich ist, dann hast Du sie zu spät gestartet. Mit diesem Satz übergeben wir heute diese Website dem Licht der Öffentlichkeit. Sie ist längst nicht fertig und wird vielleicht wie ein gotischer Dom niemals völlig fertig werden, aber es ist höchste Zeit.

Wie ein physischer Kirchenbau ist auch der Bau einer Website nicht das Werk eines Einzelnen. Mein Dank geht heute an Hiltrud Gold, Birgit Drath, Ralph-Ludwig Gehrke, Rolf Schlyja, Renate Vornholt, Mechthild Duße, Pia Peters, Natalia Gonzalez und Pfr. Matthias Kaleth. Sie alle haben auf unterschiedliche Weise daran mitgewirkt. Auch in Zukunft wird es darauf ankommen, mit vereinten Kräften diese Website fortzuentwickeln, zu verschönern und mit neuen Informationen zu bereichern.

Im Unterschied zum monatlichen Pfarrbrief, unserer KUNDE, richtet sich die Website auch an Fernstehende, die noch keinen Kontakt zur Gemeinde haben. Sie sollen einen Einblick bekommen, was Heilig Geist in Stade ausmacht, und die richtigen Ansprechpartner finden. Hier in der Diaspora sind wir (fast) alle Zugezogene. Jeder ist irgendwann einmal nach Stade gekommen und hat sich vielleicht gefragt, wo hier die katholische Kirche steht und was sie zum Beispiel für Kinder zu bieten hat. Sie sind nicht allein!

Kommen Sie einfach vorbei, zum Gottesdienst oder zu anderen Terminen, gehen Sie ins Pfarrbüro oder rufen Sie an. Sie finden auf diesen Seiten zahlreiche Telefonnummern. Und wenige Mailadressen, aber daran arbeiten wir noch.

Mit dem heutigen Tag ist die Arbeit nicht getan, sie fängt im Gegenteil erst richtig an. Aber von nun an nicht mehr im stillen Kämmerlein, sondern im Licht der weltweiten Öffentlichkeit. Pfarrer Michael Frieß schrieb am 1. Advent, dem 29. Nov. 1953 (und Pfarrer Matthias Kaleth zitiert ihn hier):

„Liebe Pfarrkinder, was will dieses bescheidene Pfarrblatt, das Ihr jetzt jede Woche erhalten sollt? Es will ein kleiner Bote sein an alle Mitglieder unserer Pfarrei, will KUNDE bringen von den Festen und Feiern im Kirchenjahr, vom Gottesdienst an Sonn- und Alltag; KUNDE bringen von den Veranstaltungen der Vereine und Gruppen; KUNDE bringen von den festlichen, frohen und traurigen Ereignissen in den Familien; KUNDE bringen von Dekanat, Zirkel und Pfarrei in all ihren Ereignissen und Angelegenheiten; KUNDE bringen von dem Wohnhaus Gottes zu den Wohnungen der Gläubigen, vom Pfarrer zu den Pfarrkindern; KUNDE von Gott und so Brücke sein von ihm zu Euren Seelen. Ihr aber sollt alle mithelfen, dass es ein lebendiges Sprachrohr in der Pfarrei wird…..“

Dies gilt analog auch für diese bescheidene Website.

Gegeben am Fest Kreuzerhöhung, 14. September 2014
Martin Recke (für das Team)