Termine im März 2016

Wir basteln Palmkreuze

Wann ? am Freitag, dem 18.3.16 ab 16 Uhr

Wo ? im Pfarrheim Heilig Geist in Stade

Wer? jeder der mag, Groß oder Klein, mit Spaß am Miteinander-Basteln

Wozu ? für den Gottesdienst am Palmsonntag und weitere für die Gemeinde

Warum ? weil Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem mit Palmwedeln begrüßt wurde und die Menschen einen Siegertypen erwarteten

Was noch? Wer bunt verzierte Palmstöcker basteln mag, der bringt sich einen Stock und bunte Bänder mit. Buchsbaum und Draht und Werkzeug liegen bereit.

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„Die Kraft der Stille“

In der Stille zur inneren Mitte finden.

Herzliche Einladung

S.Schlosshardt-Urmitzer und R.Vornholt

Samstag 19. März von 10.00 – 12.30 Uhr in der Krypta Kirche Heilig Geist, Stade

Bitte um Anmeldung bis zum 15. März 2016
über das Pfarrbüro Heilig Geist Tel: 62602

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KINDER – BIBEL – TAGE

„Jesus auf der Spur – von Palmsonntag bis Ostern“, so lautete das Motto der Kinderbibeltage in unserer Pfarrei. Auferstehung erleben.

Herzliche eingeladen sind alle Kinder im Grundschulalter.

22 und 23. März 2016 in St. Josef

(Übernachtung in der Josefsherberge möglich – es kann aber auch zu Hause übernachtet werden)

Beginn: Dienstag 16.00 Uhr

Ende: Mittwoch 18.00 Uhr

Seid Ihr neugierig geworden?
Dann meldet Euch an:
Pfarrbüro Heilig Geist, Telefon: 62602

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Kinder/Familien –Kreuzweg
Wir folgen Jesus auf seinem Weg

am Karfreitag, dem 25. März 2016 um 10.00 Uhr

Kath. Kirchengemeinde Heilig Geist,Stade

Hungertuch zum Thema Flüchtlinge

Im Rahmen des Kennenlernwochenendes, mit dem der diesjährige Firmkurs der Pfarrei Heilig Geist begann, hat eine Gruppe von Jugendlichen das hier abgebildete Hungertuch gestaltet.

Jugendliche aus dem diesjährigen Firmkurs haben das Hungertuch für Heilig Geist gestaltet
Jugendliche aus dem diesjährigen Firmkurs haben das Hungertuch für Heilig Geist gestaltet

Thematisch greift es die Flüchtlingskrise auf und zeigt Motive der Flucht aus dem syrischen Bürgerkrieg über verschiedene Stationen bis zur glücklichen Aufnahme in Deutschland. Auch die zahlreichen Brandanschläge auf Flüchtlings­unter­künfte werden dargestellt.

Das Hungertuch ist nun bis zu den Kartagen in Heilig Geist zu sehen.

Veranstaltungen im Dekanat – Jugendnetzwerk Unterelbe

Datum: 12.-13.03.2016

„The M-Team“- reloaded – der MinistrantenWerktag im Norden

Ein Wochenende für ältere Ministrantinnen und Ministranten sowie (angehende) Leiterinnen und Leiter von Ministranten. Mit jeder Menge Spiel und Spaß, neuen Ideen für Projekte und Gruppenstunden – und natürlich geht’s auch um das Thema „Team-Arbeit“. Beginn ist am Samstag um 10 Uhr. Ende nach der Hl. Messe am Sonntag in Heilig Geist. Kosten: 5 Euro

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation und beruht auf der Ministrantenpastoral im Bistum Hildesheim.

Ort: Kath. Kirche St. Josef, Schiffertorsstr. 17, 21682 Stade
Mindestalter: 12 Jahre
Anmeldung: bis zum 01.03.2016
Kontakt: Fachstelle Jugendpastoral für das Dekanat Unterelbe
Tanja Garborek, Jugendreferentin, Querweg 8, 21629 Neu Wulmstorf
Tel. 040-70102141, Email: tanja.garborek@jupa-unterelbe.de

Datum: 23.03.2016

Fahrt zur Chrisammesse 2016 nach Hildesheim

In der Chrisammesse werden die Salböle durch unseren Bischof geweiht, die bei der Spendung der Sakramente zum Einsatz kommen. Vorher gibt es ein buntes Programm für Jugendliche – mit Musik, Spielen und leckerem Essen! Auch wir wollen uns dieses Event nicht entgehen lassen und chartern einen Reisebus mit unterschiedlichen Abfahrtsorten.

Die Abfahrt an St. Josef ist um 12:00 Uhr. Kosten 8 Euro
Anmeldung: bis zum 07.03.2016
Ansprechperson: Tanja Garborek

„Bleibet hier und wachet mit mir!“-

Liturgische Nacht am Gründonnerstag

Was haben die Ereignisse von Gründonnerstag auf Karfreitag von vor über 2000 Jahren mit meinem Glauben und mit meinem Leben zu tun? Mit dieser Frage wollen wir uns in dieser Nacht näher beschäftigen Außerdem feiern wir gemeinsam Agape und basteln Osterkerzen.

Wann? Die Nacht von Gründonnerstag, 24. März auf Karfreitag, 25. März
Es beginnt mit dem Gottesdienst um 19 Uhr. Bitte Schlafsack und
Isomatte mitbringen
Wo? Kath. Pfarrgem. Mariä Himmelfahrt, Sigebandstr. 7, Buxtehude
Kosten: 5 Euro
Mindestalter: 11 Jahre
Wir freuen uns auf Euch! Bei Interesse meldet Euch bis zum 17. März bei: Tanja Garborek

www.jugendnetzwerk-unterelbe.de

Österliche Grüße an die Gemeinde

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

„Leben ist nicht genug! Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben“, so sagt es Hans Christian Andersen, der selbst ein großer Blumenfreund war.

Wer einmal die Möglichkeit hatte, die Blumenbilder des Goldenen Zeitalters Dänemarks im Statens Museum  for Kunst in Kopenhagen zu bewundern, der kann das Wort von Hans Christian Andersen gut nachvollziehen.

Wie ein Gruß aus dem Goldenen Zeitalter waren auch die üppigen Blumenbouqets, mit denen Frau Geister die St. Josef Kirche über 20 Jahre lang an den Hochfesten zur größeren Ehre Gottes schmückte. Ich habe nie schönere Lilien- und  Pfingstrosenarrangements gesehen und möchte an dieser Stelle dafür sehr herzlich danken, ebenso auch für die kunstvoll gestalteten Antependien an Orgel und Marienkapelle, die für viele Kirchenbesucher ein hilfreicher Hinweis auf die jeweilige liturgische Zeit im Kirchenjahr sind. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn G. Finke, der so entgegenkommend für die Aufhängung sorgt.

Zehn Jahre besteht in diesen Tagen der Förderverein St. Michael, und es ist großartig, auf welch vielfältige Weise durch ihn immer wieder Maßnahmen in St. Michael unterstützt werden konnten, ob beim neuen Dach, den Fenstern in der Küche und im kleinen Pfarrsaal. Bei Gemeindefesten und beim Adventsbasar ist der Förderverein eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung. Einen ganz herzlichen Dank sage ich allen, die darin Mitverantwortung übernehmen und sich bewusst sind, auf diese Weise Kirche zu sein.

Zwei Ministrantinnen, Laura Restrepo und Helene Drath, werden ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Brasilien und Bolivien absolvieren. Am 3. April werden sie beim Kirchenkaffee in Heilig Geist über ihr Vorhaben berichten und um Unterstützung bitten. Mit Gebet und finanzieller Unterstützung können wir sie darin ermutigen.

An diesem Tag werden Joost Wehenkel und Jessica Hoffmann in St. Ansgar zur feierlichen Kommunion gehen; gleichzeitig freuen wir uns über die Taufe von Laura Gründel.

Ein bunter Nachmittag wird regelmäßig für Flüchtlingsfamilien in Heilig Geist an einzelnen Sonntagen angeboten – ein kostbares Zeichen des Willkommens und die Erfahrung von etwas „Sonnenschein“ und „Freiheit“ in allen Entbehrungen und Leidenserfahrungen der Flucht! Dank allen, die hierbei tatkräftig mithelfen.

Nach den jeweiligen Ostermessen sind wieder Agapefeiern geplant mit Buffets von Ihren mitgebrachten Gaben. Dank allen Leitungsteams, die sowohl Fastenessen als auch Osterbuffets organisieren.

Ihnen allen, liebe Gemeinde, eine gesegnete österliche Festzeit in der Erfahrung Gottes, der sich in seiner Barmherzigkeit siegreich erweist gegenüber aller Hartherzigkeit und allem Hass,

Ihr Seelsorger Matthias Kaleth

Bild: Kreuzverehrung in Heilig Geist am Karfreitag

In Jesus und seiner heilenden Nähe brennt der Dornbusch weiter

DLF-Radiogottesdienst am Sonntag, 28. Februar 2016
in der Pfarrkirche Heilig Geist in Stade
Predigt: Pfarrer Matthias Kaleth

Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Gemeinde,

manchmal sieht und erlebt man in der Dunkelheit viel mehr als bei normalem Tageslicht. So erging es uns vor einigen Wochen bei dem Angebot „Kirche im Dunkeln“ von unserer Gemeindereferentin Renate Vornholt. Es war abends, kein Licht in der Kirche. Nur hin und wieder der Schein einer Taschenlampe. Denn Kirche im Dunkeln, das war etwas für kleine und große Nachteulen, die nur eine kleine Taschenlampe dabei hatten. Manche erinnerten sich vielleicht an den besonderen Reiz von Nachtwanderungen im Rahmen von Klassenfahrten oder Ferienfreizeiten. Doch in der Kirche war es nicht total finster.

Ein einziges Licht erleuchtete die große zeltartige Kirche Heilig Geist, in der wir hier versammelt sind. Und wenn dieses Licht rubinrot leuchtet, verströmt es einen besonderen Charme. Es ist ein Licht, das immer leuchtet, ein ewiges Licht. Bei Tageslicht fällt das gar nicht so auf. Das ewige Licht am Tabernakel, dem Zelt Gottes in der Gemeinde. Das ist die Erinnerung an das Offenbarungszelt in dem das Volk Israel die Schriftrollen mit der Weisung Gottes- auf der Wüstenwanderung gut geschützt – mitgeführt hat.

Einige Kinder erinnerten sich beim ewigen Licht an den Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt, die Lichtquelle einer besonderen Gegenwart. Wir machen uns ganz klein, verneigen uns und knien nieder. Können wir das noch in allem Trubel um uns – Innehalten, überwältigt sein, das Mysterium erahnen?

„Wo immer ich das Buch (die Bibel) aufschlug, waren seine Worte und Sätze schön und geheimnisvoll, voller Zauber und Kraft“, so erinnert sich Ulla Hahn in ihrer Autobiografie. Menschen erfahren dies auch, wenn sie in einem heiligen Raum eine besondere Atmosphäre erfahren, die einfach nur staunen lässt. Momente, die ganz ergreifen.

Das Feuer des Dornbusches ist ein starkes Bild für Gottes gegenwärtige Energie. Wenn mein Lehrer Erich Zenger in seiner Vorlesung diese Stelle auf Hebräisch las, vibrierte der Vorlesungssaal in Münster: „EHJEH ASCHER EHJEH“: „Ich werde da sein als der ich da sein werde“ oder wie es in der liturgischen Fassung der Einheitsübersetzung heißt „Ich bin der ich bin“.

Diese Zusage der göttlichen Gegenwart lässt sich universal deuten – Quasi in alle Himmelsrichtungen: Gott ist zuverlässig: Ihr könnt euch darauf verlassen, dass ich da bin, wenn Not ist. Gott ist unverfügbar: Ich bin so da, wie ich es will und nicht wie ihr es gerne hättet. Gott ist exklusiv: Ich bin ich und kein anderer; damit müsst ihr fest rechnen. Gott ist überall: Ihr könnt mir keine Schranken setzen, auch nicht die des Todes.

„Wissen wir wann sein Wort uns durchdringt?“, so fragt der Nobelpreisträger Elie Wiesel und „wenn wir angesichts seines Schweigens erzittern? Wir wissen nichts als seinen Namen. Sucht mich nicht in der Gegenwart, selbst mein Name ist eine Projektion in die Zukunft.“

Gerade auch dann, wenn wir voller Zweifel sind und Gottes Nähe nicht spüren oder wir sie uns ganz anders wünschten im Angesicht von menschlichem Leiden: Wir dürfen glauben und vertrauen: Gott ist gegenwärtig, Gott ist der Mitgehende, Gott ist mitleidend, er weiß um unsere Klagen und Tränen; er sammelt sie wie in einem Krug, wie es in einem Psalm heißt. Der Gott, den uns die Bibel bezeugt und an den wir glauben ist nicht gleichgültig.

Papst Franziskus hat in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2016 diese Begegnung des Mose mit Gott am Dornbusch aufgegriffen. Es sei wichtig auf die „Worte zu achten, die Gottes Eingreifen umschreiben: Gott sieht, hört, kennt, steigt herab und entreißt, das heißt er befreit.“ Gott ist der, der um das Elend so vieler seiner Geschöpfe weiß, damals wie heute.

Liebe Gemeinde, liebe Hörerinnen und Hörer,
inzwischen liegen fast drei Monate des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit hinter uns, das Papst Franziskus ausgerufen hat. Seine Botschaft: „Barmherzigkeit sei das Herz Gottes und müsse das Herz seiner Kinder sein. Ein Herz, das überall dort heftig schlägt, wo die Menschenwürde – ein Widerschein von Gottes Angesicht in seinen Geschöpfen – auf dem Spiel steht.“

Rot ist die Farbe des Herzens, rot leuchtet auch das ewige Licht hier in der Kirche. Diese Farbe ist Ausdruck von Leben und Kraft. In prähistorischer Zeit haben Menschen sich mit Ocker rot angemalt: Lebendigkeit und Kraft wollten sie ausstrahlen. Selbst die Toten bestrichen sie mit roter Farbe. Vielleicht aus Hoffnung auf ein Leben danach. Kraftvoll durchwirkt von Energien, dies vermittelt die Farbe Rot. Wenn die Liebenden vierzig Jahre durch „dick und dünn“ gegangen sind, sich in Freud und Leid beigestanden haben, feiern sie die Rubinhochzeit – ihre Liebe leuchtet sozusagen in einem wunderbaren Rot.

Das Rot erinnert aber auch an all die Opfer der Geschichte, den Blutrausch der Verrohten, die keinen Respekt vor dem Leben des Anderen haben, die Opfer des täglichen Terrors auf dieser Erde.

Die Begeisterung, die Moses befähigt, dem Volk von seiner Gottesbegegnung zu erzählen, lässt ihn in der roten Feuersglut er-leuchten, so die Schrift. Es ist das pfingstliche Rot, das Menschen bewusst werden lässt, dass Gott sich nach dem Menschen sehnt. Ein Wort des Origines betont mit Blick auf Jesus Christus „wer mir nahe ist, ist dem Feuer nahe.“ Der Gott, der damals herausführte in die Freiheit, gibt unzähligen Menschen auch heute den Mut einzustehen für Recht und Gerechtigkeit.

Mir hilft ein Moment des Tages in der Stille der Kirche, einfach nur zu verweilen vor dem Geheimnis Gottes mit Blick auf das ewige Licht, vor dem Tabernakel.

In Jesus und seiner heilenden Nähe brennt der Dornbusch weiter. In der praktizierten Barmherzigkeit werden Menschen unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung zu brennenden Dornbüschen Gottes, die sich immer wieder neu berühren und ergreifen lassen. Für sie alle gilt, was Elie Wiesel einmal von den jüdischen Chassidim gesagt hat: „Ausgestattet mit geheimnisvollen Kräften durchstreifen sie die Erde, erwärmen und verändern sie; machtvoll dazu befähigt Zweifel und Kummer in Begeisterung, in Lobpreisung des Lebens umzuwandeln.“

Für mich verkörpert das ewige Licht diese Barmherzigkeit des Herzens und lässt Gottes Segen mit allen sein, die dieses Wagnis des Glaubens gehen. Das Licht möchte uns ermutigen, die Pforte der Barmherzigkeit immer wieder für andere zu öffnen.

Amen.

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Bild: Tabernakel in Heilig Geist, Foto Ralf Fritzsch