Brief an die Gemeinde

Liebe Gemeinde,

das Osterfest liegt dieses Jahr am fast letztmöglichen Termin, am   21. April. Dadurch beginnt auch die Vorbereitungszeit erst jetzt Anfang März. Am Aschermittwoch starten wir in die 40 Tage der österlichen Bußzeit. Im Gottesdienst, den wir in ökumenischer Gemeinschaft dieses Jahr wieder in der Johannisgemeinde feiern, bekommen wir das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet.

Die Asche ist nicht nur ein Symbol für unsere Vergänglichkeit. Sie dient auch seit Jahrtausenden zur Reinigung. Und so dürfen auch wir die Wochen vor Ostern begreifen. Reinigung des Körpers ist oft das Erste was mir einfällt und was viele in der Fastenzeiten eben durch das Fasten auch in Angriff nehmen. Doch Reinigung kann noch mehr bedeuten: Es darf sich auch auf mein Denken, Reden und Handeln beziehen.

„Was habt ihr für Gedanken im Herzen?“ (Lk 5.22) fragt Jesus mich. Sind es wohlwollende und aufbauende Gedanken oder doch eher neidische und nachtragende?

„…eindeutig sei deine Rede!“ (Sir 5,10) Gebe ich mir Mühe einfühlsam, achtsam und ehrlich zu sprechen oder sind meine Worte verletzend, gleichgültig und verschleiert?

„Handelt so, wie ich an euch gehandelt habe.“ (Joh 13.15) Richte ich mein Handeln am Beispiel Jesu aus, in dem ich zuverlässig, menschlich und barmherzig handle? Oder bin ich eher wankelmütig, unverbindlich und herzlos?

Die Asche dient zur Reinigung, heute noch als Symbol und Gedankenstütze.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die österliche Bußzeit, mit guten Gedanken, klaren Worten und begeistertem Handeln.

UMFRAGE – Stile der Spiritualität

Was ist mein persönlicher Stil der Spiritualität?

Was ist unser Gemeindestil?

Es gibt so viele Stile der Spiritualität und Wege zu Gott wie es Menschen gibt. Die Typologie ist ein bewusst vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit. Die Vielfalt der Spiritualität wird in unserer Umfrage auf neun geistliche Stile reduziert.

Diese unterschiedlichen Stile der Spiritualität sind gleichwertig. Sie ergänzen und bereichern sich gegenseitig.

Der gemeindliche Stil ist derjenige, der unter den Menschen in einer Gemeinde am stärksten entwickelt ist. Meistens, aber nicht immer prägt er das Klima in einer Gemeinde.

Die Umfrage wird im gesamten anonym ausgewertet.

Sie können sich aber auch das Ergebnis zu ihrem eigenen, persönlichen Stil zuschicken lassen.

Die Umfrage läuft bis zum Sonntag, den 3. März. Bitte geben sie spätestens bis zu diesem Tag den ausgefüllten Fragebogen persönlich ab oder werfen ihn in den Briefkasten des Gemeindehauses.

Fragebögen finden sie im hinteren Teil der Kirchräume St. Josef und Heilig Geist, sowie im Gemeindesaal Heilig Geist.

Insgesamt besteht der Fragebogen aus 72 Aussagen, zu denen sie sich positionieren können.

Das klingt erst mal sehr viel, doch ich glaube, dass beim Ausfüllen des Fragebogens auch für Sie persönlich neue, inspirierende Fragen, Gedanken und Erkenntnisse aufkommen können. Entscheiden Sie beim Ausfüllen ruhig auch mal mit dem Bauch und Herzen. Es gibt kein richtig und falsch, sondern es geht um ihre Erfahrungen.

Mit der Umfrage soll ein Raum eröffnet werden, sich mit der eigenen Spiritualität auseinanderzusetzen und dem eigenen geistlichen Stil näher zu kommen. Vielleicht ergeben sich ja auch Gespräche und Austausch über die eigene Spiritualität. Am 14. März wird es auch einen Workshop geben für alle Neugierigen und Suchenden, die sich nochmal etwas mehr mit den unterschiedlichen Stilen der Spiritualität auseinandersetzen wollen.

Außerdem helfen die Ergebnisse uns dabei das Gemeindeleben besser kennenzulernen und die Angebote in unserer Gemeinde besser auf die Bedürfnisse der Menschen abzustimmen.

Die Umfrage kann uns einen Einblick in die Weite von Spiritualität geben, unsere Sprachfähigkeit stärken, uns Neues erkunden lassen, das eigene Spiritualitätsbewusstsein stärken und der positiven Anerkennung der Einheit in Vielfalt dienen.

Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie es für sie gut und möglich ist. Vielleicht füllen Sie den Fragebogen jetzt gleich aus – 10min und fertig. Oder Sie nehmen ihn mit nach Hause. Vielleicht setzen Sie sich auch gleich mit einem Kaffee und der Umfrage in den Gemeindesaal. Da sind Sie ganz frei.

Je mehr Leute mitmachen, desto repräsentativer ist das Ergebnis.

Ich danke Ihnen auf jeden Fall schon mal und stehen Ihnen gerne für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Anna-Lena Passior (Gemeindeassistentin)