Bücherflohmarkt am 22. Oktober

Die Tage werden wieder kürzer – was gibt es da Schöneres, als gemütlich in ein Buch versunken die freie Zeit zu genießen?

Sie sind herzlich eingeladen, im Anschluss an den Gottesdienst am 22. Oktober im Pfarrsaal nach Büchern zu stöbern! Vom Kochbuch über Roman und Krimi bis zum Kinderbuch – sicher finden Sie etwas Passendes für sich.

Bestimmen Sie selbst die Höhe Ihrer Spende! Vom Erlös des Flohmarktes werden neue Medien für die Bücherei gekauft. Unsere Bücherei befindet sich im Keller des Gemeindehauses und ist jeden Sonntag nach dem Gottesdienst geöffnet.

Das Büchereiteam freut sich auf Ihren Besuch!

Monatslied Oktober: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei

An den verschieden Tagen haben unsere Gottesdienste ein unterschiedliches Gesicht. Es hängt von unterschiedlichen Lesungen und Gebeten ab. Daneben gibt es bei der Feier der Heiligen Messe auch Gebete, die an (fast) allen Tagen gleich bleiben und damit unserem Gottesdienst eine eindeutige Gestalt verleihen: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei, das so genannte „Ordinarium“. Vom Ursprung her sind es Gesänge.

Heute möchte ich Ihnen davon das Kyrie und das Gloria vorstellen. Kyrie ist ein Wort aus dem Griechischen, in dem am Anfang der Kirche der Gottesdienst gefeiert wurde. Als man in der römischen Liturgie die lateinische Sprache einführte, sang man diesen Ruf weiterhin in Griechisch. Der Ruf „Kyrie eleison“ ist ursprünglich von den Heiden im weltlichen Sinn gebraucht worden: sie begrüßten mit diesem Wort den Kaiser und drückten darin aus, dass sie auf seine Gunst vertrauten: „Du, Herrscher, wirst uns Erbarmen schenken.“

Unser Gesangbuch bietet eine Fülle von Kyrie-Vertonungen (griechisch: 104, 108, 113, 117, 513; aus den deutschen Ordinarien: 126, 128, 130, 134; Einzelstücke: 151 bis 157 – darunter auch vierstimmige Sätze); weiterhin bietet es noch neun Kyrie-Litaneien (158 – 165 und 279), die zum Teil den besonderen Kirchenjahrszeiten entsprechen. Während beim Kyrie nahezu jedes Mal der Originaltext in der Heiligen Messe verwendet wird, ist es beim Gloria meist umgekehrt. Die Worte, die sich im GL 583, 1 finden, erklingen nur selten in gesungener Form.

Der Hymnus des Gloria beginnt mit dem Gesang, den die Engel bei der Geburt des Erlösers angestimmt haben. Die Kirche hat diesen Gesang in der Frühzeit reich entfaltet: sie lobt Gott, ruft Christus an und bekennt sich zum dreifaltigen Gott, der als der allein Heilige, der Herr und der Höchste gepriesen wird. Wir stimmen in der Feier unseres irdischen Gottesdienstes ein in die himmlische Liturgie. Anfänglich erklang dieser Lobgesang nur an Ostern, später wurde er öfter im Lauf des Jahres verwendet. Heute hat er seinen Platz an den Sonntagen außerhalb der Advents- und Fastenzeit, sowie an allen Festen und Hochfesten.

Im Gotteslob finden wir zahlreiche Nachdichtungen (167 – 172; 709; 816; 821 – 823), die oft nur ein schwacher Anklang an das Original sind. Wir sollten deshalb nicht die Vertonungen des Originals vergessen (lateinisch: 105, 109, 114, 131 oder deutsch: 131, 173, 707, 708). Im Kyrie und Gloria wenden wir uns zu Beginn der Heiligen Messe dem wahren Herr unseres Lebens zu, dem unser Leben gehört.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Vater Unser Leben – Persönlicher Rückblick auf die ökumenischen Exerzitien

Als ich im Gemeindebrief die Einladung für die Ökumenischen Exerzitien entdeckte, fühlte ich mich zunächst eher ein bisschen abgeschreckt. Den Begriff „Exerzitien“ brachte ich bislang in Zusammenhang mit Befehl, militärischer Korrektheit und Zwang in Verbindung. In Glaubensdingen möchte ich mich jedoch nicht zu etwas zwingen lassen, geschweige denn das Gefühl vermittelt bekommen, Gott durch mein stoisches Tun zwingen zu können.

Da aber die Neugier auf das Angebot unseres „neuen“ Pastors siegte, machte ich mich auf den Weg. – In recht großer Runde (ca. 20 Personen) stand zunächst die Frage im Raum, welche Erfahrungen wir persönlich mit diesem Gebet bereits gemacht haben. Überrascht war ich über die Offenheit, mit der die Teilnehmenden über ihre privaten Erlebnisse berichteten. Die entstehende Vertrautheit unter-einander bereicherte mich.

Wie oft schon habe ich selbst dieses Gebet – meist in Gemeinschaft – gesprochen. Und dennoch: Als wir über das erste Wort „Vater“ zum Nachdenken angeregt wurden, wurde mir noch einmal besonders bewusst, welch großes Glück es doch ist, dass wir den Allmächtigen, der uns das Leben gab, mit diesem vertraulichen Beziehungswort ansprechen dürfen.
Unsere Exerzitien, vielleicht anders übersetzt mit „Übungen“, bestanden darin, täglich eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen, um bestimmte Aussagen des „Vater Unser“ zu bedenken und zu überdenken: mit kurzen Impulsen, Texten und eigenen Gedanken.

Was so einfach klingt, gestaltete sich für mich in der täglichen Praxis öfter schwierig.

Je ruhiger ich werden wollte, desto mehr überschwemmten mich vielerlei Gedanken. Doch durch die Regelmäßigkeit dieser Übungen wurde ich konzen-trierter. Manchmal gelang es mir, neu gewonnene Erkenntnisse mit in den nächsten Tag zu nehmen und weiter zu bedenken. Ab und zu hatte ich meine Zeit schlecht im Griff und musste gleich zwei oder drei Arbeitsblätter auf einmal bewältigen. Insgesamt nahm ich gerne an den wöchentlichen Treffen teil und schätzte dabei besonders den Erfahrungsaustausch in den Kleingruppen, der, entgegen meiner ersten Befürchtung, zwanglos und in guter Atmosphäre stattfand.

Was bleibt, ist das „abendliche Ritual auf der Bettkante“, d.h. ein möglichst bewusst gesprochenes „Vater Unser“. Und was ich mir wünsche, ist, dass wir im Gottesdienst nicht nur ernst und mit gesenktem Blick, sondern auch immer mal wieder voller Freude diese Worte an unseren Gott richten. Ein paar mehr Pausen, damit die einzelnen Bitten nicht so schnell vorbeihuschen, wären auch schön.

Karin Behrendt, St. Liborius

Auf den Geschmack kommen – eine Bibelverkostung für Anfänger und Fortgeschrittene“

In der Vorbereitung auf den Dekanatstag ist uns noch mal klar geworden, dass sich unser Glaube und Engagement aus einer Quelle speist, die uns allen gemeinsam ist. Diese Quelle ist die Hl. Schrift.

Der Dekanatstag, der am Samstag, dem 10.Juni 2017 von 9.00 – 17.00 Uhr in St. Maria stattfindet, beginnt mit einer kleinen Liturgie, dann folgen Begrüßung und ein Einstiegsreferat „Gottes-Erfahrungen des Propheten Elias“, es werden verschiedene Workshops angeboten, zum Abschluss gibt es eine Plenumsrunde und das Schlussgebet. Die Themen der Workshops beziehen sich auf biblische Persönlichkeiten, deren Leben und Erfahrungen wir betrachten wollen, um dann Parallelen zu unserem Leben und unserer Zeit herzustellen. Referent an diesem Tag ist Helmut Röhrbein-Viehoff, Referent für Biblische Themen im Erzbistum Hamburg.

Ziel dieses 12. Dekanatstages ist es, die Bibel noch besser kennenzulernen und sensibel und empfänglich zu werden, um das Wirken Gottes in unserem Leben, in unserer Gemeinde, in unserer Zeit wahrzunehmen und gemeinsam darüber zu sprechen. Alle Prozesse Lokaler Kirchenentwicklung beginnen mit dem betenden Betrachten, Bedenken, Besprechen des Wortes Gottes in der Hl. Schrift. So wächst die Gottesverwurzelung unseres Lebens und Tuns Schritt um Schritt.

Der Dekanatstag soll Anregungen geben, die Hl. Schrift als Quelle immer wieder neu freizulegen und zugänglich zu machen. Nur so können wir immer wieder neu mit Gewinn für uns und andere daraus schöpfen und das eigene sowie das gemeindliche Leben gestalten.

Die Themen und Beschreibungen der einzelnen Workshops sowie die Möglichkeit, sich dafür anzumelden, werden Ihnen im Mai mitgeteilt.
Herzliche Einladung an alle Neugierigen, Interessierten, Engagierten und . . . natürlich an Sie!

Für die Vorbereitungsgruppe

Johannes Pawellek, Dechant

Hans Thunert, Dekanatspastoralreferent

Reif für die Insel? – Gemeindefahrt nach Helgoland

Am Freitag, den 26. Mai, findet auch in diesem Jahr die traditionelle Helgolandfahrt statt. Der Bus fährt um 8 Uhr ab Heilig Geist in Stade los und fährt mit mehreren Zwischenhalten nach Cuxhaven. Von dort aus geht es mit dem Schiff in die Deutsche Bucht, um auf der kleinen Insel 120,98 Kilometer nördlich von Stade einen Tag zu verbringen.

Weitere Informationen sowie Anmeldezettel liegen aus. Seefeste Gemeindemitglieder können sich noch bis zum 20. März im Pfarrbüro anmelden. Der Tagestörn kostet 55 Euro pro Person und sollte direkt bei der Anmeldung im Pfarrbüro bezahlt werden. Im Verhinderungsfall kann für eine Ersatzperson gesorgt werden, ansonsten verfällt der Reisepreis.