Monatslied November 2015 – Gotteslob Nr. 435 „Herr, ich bin Dein Eigentum“

Kann ein Mensch Eigentum eines anderen sein? Niemand wird heute noch davon sprechen, dass die Frau, der Mann oder die Kinder einer Familie sein Eigentum seien. In früheren Zeiten hat man so gedacht.

Wenn das Lied sagt: „Herr, ich bin Dein Eigentum“, ist das aber keine überholte Sicht. Kein Mensch kann Eigentum eines anderen Menschen sein. Aber bei Gott ist das anders. Wir sind Sein Werk, Er ist unser Schöpfer, insofern gehören wir Ihm. Aber Er ist kein Despot, Er hält uns nicht fest, führt uns nicht wie ein Schauspieler eine Marionette an Fäden, die uns die Freiheit nehmen. Im Gegenteil, Er lässt uns gehen. Aber Er stellt uns vor Augen, was gut für uns ist. Als Israel im verheißenen Land angekommen ist, wird das Volk von Josua gefragt, ob es in Zukunft dem Herrn gehören wolle. Und sie antworten: „Das sei uns fern, dass wir den Herrn verlassen und anderen Göttern dienen.“ (Jos 24,       15-16) Auch für uns ist es wichtig, dass wir uns immer wieder neu für Gott entscheiden, für den Gott, der uns das Leben schenkt und uns führt. Christus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20) Er möchte, dass wir durch alle Schwie-rigkeiten hindurch zum ewigen Ziel gelangen.

Die zweite Strophe verstärkt das, was in der ersten ausgeführt wurde: Wir dürfen uns auf Gottes Treue verlassen. Er hat uns in Seine Hand geschrieben (Jes. 49,16), Seine Liebe hört nie auf.

  1. Strophe: Die Berufung Abrahams beginnt damit, dass Gott ihn herausruft und in die Fremde führt. Und so gehört das Fremdsein zur Grundbefindlichkeit unseres Glaubens. Auch unserer Herr Jesus Christus sagt von sich, dass der Menschensohn keine Stätte hat, wohin Er Sein Haupt legen kann. Und schon am Anfang des Johannesevangeliums heißt es, dass der ewige Gottessohn auf Erden „gezeltet“ hat (so die wörtlich Übersetzung). Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Heimat nicht diese Welt ist, sondern der Himmel Gottes. Der Apostel Paulus sagt: „Euer Wandel sei im Himmel.“ (Phil. 3,20) In der Heimatlosigkeit der Welt darf ich aber schon jetzt ganz bei Gott sein.
  2. Strophe: Wir bedürfen der Wachsamkeit, um richtig in dieser Welt leben zu können. In vielen Gleichnissen spricht Jesus deswegen davon, und im Abendgebet der Komplet heißt es deswegen: „Seid nüchtern und wachsam!“ (1 Petr. 5, 8) Es gilt, das Gnadenlicht der Taufe zu bewahren und durch das Leben Christus nachzufolgen und am Ende Ihm zu begegnen, in der ewigen Herrlichkeit, für die wir geschaffen sind.

Die Melodie in D-Dur setzt auf der Terz ein und führt über die Oktave hin zum Grundton, wodurch sich eine erste Zäsur ergibt. Dieser Teil der Melodie erklingt zweimal. Dann verläuft die Melodie in die dominante Tonart (A-Dur) und unterstreicht so in besonderer Weise die Aussage des Textes. In allen Strophen liegt auch tatsächlich an dieser Stelle der Melodie der Schwerpunkt der Worte der Dichter. Auch wenn die einzelnen Strophen zu verschiedenen Zeiten verfasst worden sind, passen sie doch im Text gut zusammen. Man käme wohl nicht auf mehrere Verfasser, wenn das Gesangbuch nicht die Quellen angegeben hätte.

                                                                                    Pfarrer Eberhard Laufköter

Monatslied Oktober 2015: Gotteslob Nr. 785 „Heilger Geist, o Tröster mein“

„Niemand kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.“, schreibt Paulus in seinem ersten Korintherbrief      (12,3). Unser Bekenntnis zu Jesus Christus beruht also nicht nur auf Erwägungen des Verstandes. Wenn Gottes Geist uns nicht bewegt, finden wir nicht zu lebendigem Glauben. Daran erinnert uns Jahr für Jahr die Feier des Pfingstfestes. Aber wir sollten immer wieder den Geist Gottes bitten, dass Er uns ergreift. Deswegen ist für diesen Monat ein Lied zum Heiligen Geist ausgesucht, das uns noch unbekannt ist. Es stammt von Heinrich Bone, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts viele geistliche Lieder gedichtet und zusammengestellt hat, die Melodie kommt aus Münster aus dem Jahr 1866.

Der Heilige Geist wird von Jesus „Tröster“ genannt (Joh 14 – 16). Dieser Titel tritt uns in jeder Strophe des Liedes entgegen. Damit wird die Bitte verbunden, dass wir Seine Gaben geschenkt bekommen mögen.

Die zweite Hälfte jeder Strophe bittet um eine der „sieben Gaben des Heiligen Geistes“, und spricht davon, wie sie sich in unserem Leben auswirkt. An dieser Stelle hat das Lied seinen musikalischen Höhepunkt. Das Ende jeder Strophe nennt die Freude, die Gottes Geist durch Seine Gaben in uns wachsen lässt.

Auffallend in unserem Lied sind die meist von oben herabfallenden Melodieabschnitte; darin drückt sich aus, dass die Gaben von Gott auf uns niederkommen.

Das Wort „Tröster“ in der ersten Zeile steht in einer Spannung zum Grundton (eine Sext), sie drückt behutsam die Sehnsucht aus nach diesem Gottesgeschenk. Der große melodische Ausdruck wird erreicht durch die Verteilung der hohen und tiefen Grundtöne. Der musikalische Höhepunkt ist die Nennung der erbetenen Gaben.

Der innere Zusammenhang des Textes verlangt, dass die beiden Strophenhälften ohne lange Atempausen gesungen werden. Damit wird erreicht, dass die Textwiederholungen von Strophe zu Strophe nicht so sehr im Vordergrund stehen, sondern eher die Anrufung in der zweiten Liedhälfte.

                                                                              

Eberhard Laufköter

Wir brauchen Mitspieler für das Martinsspiel!

Für das Martinsspiel in St. Wilhadi am Freitag,

den 6. November 20115 brauchen wir viele Mitspieler!!

 

Probentermine:

Dienstag    6. Oktober    um 16 Uhr im Gemeindehaus Heilig Geist

Dienstag  13. Oktober     um 16 Uhr im Gemeindehaus Heilig Geist

Dienstag   3. November    um 16 Uhr im Gemeindehaus Heilig Geist

Donnerstag 5. November   – Generalprobe –  um 16 Uhr in der Kirche St. Wilhadi                                     

                                                                

Wenn Du Zeit und Lust zum Mitmachen hast, dann melde Dich doch einfach im Pfarrbüro (Tel.62602) oder bei Gabi Schreck (Tel.788877) oder Du kommst einfach zur ersten Probe!

 Wenn Du an einem Termin nicht kannst, grundsätzlich aber mitmachen möchtest, melde Dich auch!

Wir freuen uns auf Dich!

Das Martinsspiel-Team

 

Foto:  pfarrbriefservice/ Factum/ADP

Angebot für Familien – Piñatas basteln

Wir gestalten Pinatas – Eltern und Kinder

am 11. Oktober und 1. November 2015

um 15 Uhr im Gemeindehaus Heilig Geist

Die Piñatas [piˈɲata] sind bunt gestaltete Figuren, heutzutage aus Pappmaché, früher aus mit Krepp-Papier umwickelten Tontöpfen, die bei Kindergeburtstagsfeiern mit Süßigkeiten, traditionell jedoch mit Früchten(Mandarinen, Zuckerrohren, Guaven, Erdnüssen) gefüllt sind.

Ähnlich wie bei dem Spiel „Topfschlagen“ schlagen Kinder, deren Augen verbunden sind, abwechselnd mit einem Stock, dem Pinatabuster, auf die Piñata ein, bis sie zerbricht und es Überraschungen regnet. Die Piñata hängt dabei meist an einem Seil über den Kindern und ist nur mit dem Stock erreichbar. Eine weitere Variante ist, die Pinata so anzubringen, dass sie sich hoch und herunter ziehen lässt, um es noch spannender und lustiger zu gestalten. Jeweils einem Kind werden die Augen verbunden, und es versucht, mit dem Pinatastock die Piñata zu treffen und sie dabei zu zerbrechen. Zerbricht die Piñata, dürfen alle Kinder so viel aufheben, wie sie erwischen können.