Brief an die Gemeinde

Liebe Gemeinde!

Wenn Sie den neuen Pfarrbrief in den Händen halten, dann hat der Alltag für die meisten von Ihnen schon wieder begonnen. Die (Schul)ferien sind vorbei, ein neues Schul- und Ausbildungsjahr hat begonnen und auch in der Pfarrgemeinde kommt wieder Leben in die Bude.

So stehen zahlreiche Veranstaltungen im August vor der Tür, bzw. finden schon am ersten Augustwochenende statt, so wie das Gemeindefest in   St. Ansgar in Hemmoor an diesem Sonntag und eine Woche später in  St. Michael in Bremervörde.

Vor allem ist der August in diesem Jahr ein Monat der Ökumene.

– Vom 13. – 20. findet zum Lutherjahr eine Woche „Luther – ökumenisch?!“ statt. Wir sind am Fest Maria Aufnahme am 15. August Gastgeber und bringen mit „unserem“ Feiertag einen katholischen Farbtupfer in diese Woche. Wir werden um 19.00 Uhr in der Krypta von Heilig Geist eine feierliche Vesper feiern und laden anschließend in den Gemeindesaal ein, um bei einem kleinen Imbiss und einem kurzen Impuls ins Gespräch zu kommen. Den Abschluss dieser Woche feiern wir am Sonntag, den 20.08. um 15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Johanniskirche mit dem Thema „Heilung der Erinnerung“.

– Eine Woche später, am 27.08. ist schon der nächste ökumenische Gottesdienst, diesmal in Bremervörde zum stattfindenden Seefest. Hier werde ich mich mit Superintendent Helmers in einer Dialogpredigt mit dem Lied „Durch die schweren Zeiten“ von Udo Lindenberg auseinandersetzen.

– Am 2. September wird die Wilhadi-Kirche nach erfolgter Renovierung mit einem Gottesdienst um 14.00 Uhr wiedereröffnet und gleichzeitig das ökumenische Projekt „Wir – die Kirchen“ abgeschlossen. Ziel war bei diesem Projekt, dass möglichst viele Gemeinden im Laufe der zwei Jahre zu einem Bibeltext jeweils eine Seite der Aktionsbibel gestalten sowie eine von der Aktion „Wir – die Kirchen“ zur Verfügung gestellte Holzbank. Während der Kinderbibeltage entstand unter dem Thema „Freunde für’s Leben – Jonathan und David“ eine „Freundschaftsbank“, die nun vor dem Saal in St. Josef steht.

– Am Sonntag, dem 3. September findet dann um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in Lamstedt statt. Für die Gemeinde Hemmoor wird Diakon Peter Scheiermann in der Gestaltung mitwirken.

Monatslied August – Gotteslob Nr.523 „O Maria, sei gegrüßt“

Auf der Höhe des Sommers feiern wir das Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel (15. August). Wir feiern, was wir auch für uns erhoffen: dass wir ewig an Gottes Herrlichkeit teilhaben dürfen.

Weil Maria ganz ihrer Berufung entsprochen hat, ist sie nach ihrem Tod vollendet, ganz mit Gott vereint. Schon bei der Verkündigung des Engels an Maria heißt es: „Du bist voll der Gnade.“

In „O Maria, sei gegrüßt“ ist uns der Text des „Gegrüßest seist Du, Maria“ als Lied geschenkt. Der Grundtext ist fast wörtlich beibehalten und nur durch leichte Zusätze und Varianten der gereimten Strophenform angepasst.

Der Text des Liedes ist 1656 vom Würzburger Bischof Johann Philipp von Schönborn herausgegeben. Das ursprünglich fünfstrophige Lied wurde für das Gotteslob 1971 bearbeitet und ist so in die Neuausgabe übernommen worden.   Die Melodie ist schon 1467 in Böhmen bezeugt und von Michael Weiße in das Gesangbuch der Böhmischen Brüder aufgenommen. Die erste Melodiehälfte ist mit der Pfingstsequenz (343/344) verwandt; sie schreitet hier von Ton zu Ton voran. Die zweite Hälfte zeichnet sich durch größere Sprünge aus. Mit dem Quartsprung „sei gegrüßt (du höchste Zier)“ führt sie auf den melodischen Höhepunkt.                                                                                                                                                   Das Lied ist eine gute Möglichkeit, das „Ave Maria“ singend zu beten.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Neues Gregorianik-Projekt

Diesen Sommer ist es wieder so weit: Pastor Stefan Warnecke bietet noch einmal ein Gregorianik-Projekt an. Es bietet die Möglichkeit, die älteste notierte Musik des Abendlandes selbst einmal zu singen. Darüber hinaus wird wieder viel Wissenswertes aus der Welt der Klöster und des Mittelalters zu erfahren sein; und auch der spirituelle Aspekt soll nicht zu kurz kommen.

An fünf Donnerstagen öffnet die Josefskirche (Schiffertorsstr. 17) ihre Türen, damit Sie  sich in der schönen Akustik selbst einmal musikalisch ausprobieren können und um in der Gruppe etwas von der meditativen Dimension der Gesänge zu spüren: am 31. August, 7., 14., 21. und am 28. September, jeweils ab 19 Uhr.

Die Abende sollen 90 Minuten dauern. Die Teilnahme ist kostenlos und steht Christen aller Konfessionen und auch Menschen ohne Kirchenmitgliedschaft offen. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, aber es wäre schön, wenn Sie beim Singen den Ton treffen.

Zur besseren Planung, sollten Sie sich bitte anmelden:

swarnecke@bbs3stade.de, oder telefonisch unter 04141/ 9839682.

Stefan Warnecke

Monatslied Juni 2017- Gotteslob 786: Komm herab, o Heil‘ger Geist

Gotteslob 786: Komm herab, o Heil‘ger Geist

Wenn auch das Pfingstfest schon hinter uns liegt, wollen wir uns dennoch mit einem Lied zum Heilgen Geist befassen. Der Heilige Geist hat immer Bedeutung für unser Leben. Ohne Ihn können wir nicht glauben und lieben; ohne Ihn ist christliches Leben nicht möglich; mehr noch:  die ganze Welt ist von Ihm erfüllt. Schon am Beginn der Heiligen Schrift heißt es: Gottes Geist ruhte über den Wassern.  Dass Leben immer mit Ihm in Beziehung steht, ist uns leider zu wenig bewusst,

Das Lied dieses Monats findet sich mehrfach in unserem Gesangbuch. Es ist eine Übersetzung der Pfingstsequenz (GL 343), die von Stefan Langton um 1200 in Paris gedichtet ist. Neben dieser Dichtung sind in der Zeit des Hochmittelalters viele solche Dichtungen im Verlauf der Heiligen Messe eingefügt worden. Die meisten hat die Erneuerung der Liturgie im Konzil von Trient wieder entfernt, weil man den Texten der Heiligen Schrift den Vorzug geben wollte. Dass diese Pfingstsequenz überlebt hat, ist ein Segen; denn sie spricht in wunderbarer Weise vom Wirken des Heiligen Geistes, wie es wohl kaum inniger sein kann.

Auf den Originaltext folgt in Nr. 344 die deutsche Übersetzung in einer rhythmisierten Fassung. Warum man sich dazu entschlossen hat, ist mir nicht bekannt. Jahrzehntelang haben wir sie in den freien Rhythmen gemäß der lateinischen Fassung gesungen. Das kann man natürlich auch heute noch tun; die Tonfolge ist nämlich unverändert geblieben.

Unter Nr. 786 finden wir die Pfingstsequenz zum dritten Mal. Diese Fassung  ist  im Bistum Osnabrück entstanden und dort sehr bekannt.  Es handelt  sich dabei um ein fünfstrophiges Lied, bei dem immer die gleiche Melodie gesungen wird. Es steht in D-Dur und benutzt den Viervierteltakt. Die sieben Melodieteile gliedern sich in zwei Abschnitte.  Man sollte darauf achten, dass die drei ersten Text- und Melodieteile nicht auseinandergerissen werden. Der erste Abschnitt gipfelt in der Modulation in die Dominante: „Strahle Licht in diese Welt!“ Nach diesem musikalischen Höhepunkt entspannt sich die Melodie allmählich in dem vierteiligen Schlussabschnitt, dann kehrt sie zur Grundtonart zurück und wiederholt die sechste Textzeile.

Die  deutsche Textfassung  entstammt der Zusammenarbeit einer katholischen Dichterin (Marie Luise Thurmair) und eines reformierten Hymnologen (Markus Jenny). Sie bleibt der lateinischen Dichtung treu im Metrum, in der Strophenzahl und im Reim, vor allem aber in der Aussage fast jeder Zeile.

Strophe 1 beginnt mit der Bitte um den Heiligen Geist, der  Licht in die dunkle Welt bringt und unsere Herzen erleuchtet. Unverdient wird Er uns Armen geschenkt.

In Strophe 2  ist vom Heiligen Geist als Tröster die Rede.

Strophe 3 spricht vom „glückseligen Licht“, das wir zum wahren Leben  nötig haben. Ohne Ihn kann unser Leben nicht gelingen.

Die beiden letzten Strophen  zeigen in Beispielen die Wirkungen des Heiligen Geistes in uns und bitten darum, dass wir immer mit Ihm beschenkt sein mögen und so zur Freude des ewigen Lebens gelangen.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Aktionsreihe: „Ich bin, weil du bist“

Unter diesem Motto des diesjährigen Fastentuches findet während der Fastenzeit eine Aktionsreihe statt. Familien und weitere Interessierte  haben die Gelegenheit, sich in Gemeinschaft auf die Fastenzeit einzulassen. Die Aktionsreihe begann am Aschermittwoch mit einer Andacht in der Krypta um 17.30 Uhr und einem anschließenden Fastenmahl. Etwa zur Hälfte der Fastenzeit (29. März 6:30 Uhr) ist eine Frühschicht mit anschließendem Frühstück vor Schul-/Kindergartenbeginn geplant. Die Reihe wird abgeschlossen mit einem gemeinsamen Sederabend am Gründonnerstag (13.04 17:30 Uhr).

Genauere Informationen zu den Terminen finden Sie auf den ausgehängten Plakaten und Anmeldezetteln. Anmeldungen können im Pfarrbüro abgegeben werden.