Ökumenischer Kreuzweg der Jugend am 21. März

Auch in der diesjährigen Fastenzeit möchte die Kirchenband Heilig Geist zum ökumenischen Kreuzweg der Jugend einladen: Jugendliche, aber auch Erwachsene jeden Alters sind willkommen, den Kreuzweg am 21. März gegen 17.30 Uhr (im Anschluss an den Vorabend-Gottesdienst) in St. Josef mitzuerleben.

„Im Fokus: Das Kreuz“ – so lautet der Titel dieses Kreuzweges, der das Heute unserer Gesellschaft und des eigenen Lebens mit Kreuzweg und Tod Jesu verbindet: Dabei setzt sich der Kreuzweg aus ausdrucksstarken Bildern zusammen, aufgenommen im Dom von Bücken. Umrahmt wird er von nachdenklichen Texten und Gebeten sowie nicht zuletzt von meditativen, aber auch schwungvollen Liedern.

FORUM „Kinder und Familie“ am 19. März

Kinder sind auf der Suche nach Lebenssinn, nach tragfähigen Werten und Geborgenheit. Sie suchen Orientierung im Glauben. Junge Menschen sind uns als Kirchengemeinde wichtig und damit sind Kinder und Familien ein unverzichtbarer Teil der Seelsorge.

Die Aufgabe dieses Forum sehen wir darin, die Kinder- und Familienarbeit in der Pfarrgemeinde Heilig Geist weiterzuentwickeln. Die Angebote sollen so vielfältig wie die Bedürfnis- und Interessenlagen der Kinder und Familien sein, ausgehend von unserer spezifischen Situation der Diaspora.

In diesem Gremium werden verschiedenen Aktivitäten besprochen, geplant und durchgeführt sowie Vorschläge eingebracht und durchdiskutiert. Zum Forum sind alle, die sich für die Kinder und Familienaktivitäten in unserer Pfarrgemeinde engagieren wollen, herzlich eingeladen.

Birgit Drath und Renate Vornholt

Unser nächstes Treffen:
19. März, 20 Uhr
Gemeindehaus Heilig Geist

Monatslied März 2015: „Der König siegt, Sein Banner glänzt“ (GL 299)

Als Gregor von Tours und die heilige Königin Radegundis bei der Einweihung einer Kirche in Poitiers in großer Prozession ein Kreuzpartikel abholten, wurde dieser Hymnus zum ersten Mal gesungen. Er verherrlicht den Kreuzesstamm, an dem das Lamm Gottes für die Sünden der Welt Sein Leben hingab.

Der Dichter ist Venantius Fortunatus (530 bis 600), ein überaus formgewandter, an der Antike geschulter, hochbegabter Dichter. Seine Dichtungen gehören der Form nach noch zur Antike; seinem Empfinden und Fühlen nach muss er aber bereits als mittelalterlicher Mensch angesehen werden. Der Text des Liedes „Der König siegt, Sein Banner glänzt“ ist verschiedentlich verändert worden.

Str. 1: Wie der König und Feldherr beim Einzug in eine Stadt Feldzeichen und Standarten vorantragen lässt, so wurden auch bei Prozessionen mit dem Allerheiligsten dem König des Himmels und der Erde Seine Siegeszeichen, Kreuz und Fahnen, vorangetragen. Das Symbol des Kreuzes weist hin auf das größte Geheimnis des Christentums: Christus – das Leben: Er erduldete am Kreuz den Tod und erwarb dadurch den Menschen das ewige Leben wieder.

Str. 2 erinnert daran, dass gemäß dem Johannesevangelium (19,34) nach Jesu Tod ein Soldat in Seine Seite stach und sogleich Blut und Wasser hervortraten. Dieses Blut und Wasser sind Bilder für die beiden wichtigsten Sakramente Taufe und Eucharistie.

Str. 3 macht deutlich, dass schon die Bibel des Alten Testaments auf die Erlösung hinweist. Im Psalm 96,10 spricht sie von der Herrschaft Gottes. An dieser Stelle überlieferte die altlateinische Bibelübersetzung vor dem Kirchenlehrer Hieronymus (347-420) das Wort „am Holz“, das dieser Gelehrte für eine Erklärung des Textes ansah und deswegen von da an nicht mehr in den späteren Übersetzungen erscheint.

Str. 4: Edler Baum in hehrem Glanz ist das Kreuz nicht wegen eigener Vorzüge, sondern wegen des Königs Christus, den die altchristliche Kunst am Kreuz mit Krone und Purpurmantel, dem Zeichen königlicher Macht, darstellte. Der Baum des Kreuzes, das ausgewählt wurde, war also deswegen ein so würdiger Stamm, weil er den Leib des Heilandes tragen durfte.

In Str. 5 wird gleichsam die Summe des Kreuzes zusammengefasst: Die nicht glauben, verstehen nichts vom Geheimnis des Kreuzes. Es erschließt sich nur dem Glaubenden (das meint hier das Wort „den Treuen“), ihnen wird durch Christus Vergebung der Schuld geschenkt.

Str. 6 fordert die ganze vernunftbegabte Schöpfung – Engel und Menschen – auf, in besonderer Weise die Dreifaltigkeit zu loben und zu preisen. Den Menschen aber, denen ja der Sieg des Kreuzes, die Verdienste des Kreuzestodes, zugutekommen, möge die ewige Belohnung zuteilwerden.

Die Melodie des Hymnus entspricht weitgehend dem der lateinischen Fassung, verzichtet aber auf Melismen, die dem deutschen Text nicht angemessen sind.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Gott und Gold

Liebe Gemeinde,

„Gott und Gold“ ist die Überschrift des diesjährigen Hungertuches von dem chinesischen Künstler Dao Zi. Das Bild nimmt uns mit auf den steilen Weg der Reduktion. Auch unsere Augen sollen gewissermaßen neue Sichtweisen entdecken, um das Wort der Bergpredigt „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ wirken zu lassen.

Gerade die Zeit der vierzig Tage sind eine Einladung zur Unterbrechung, um das Wesentliche neu zu entdecken. Auch die Zehn Gebote können uns in neuer Formulierung von Andreas Knapp an die Essenz des Glaubens erinnern, wenn er z. B. das Sonntagsgebot ausdrückt in den Worten: „Schenke dem andern und dir einen Tag gratis“. Es ist der Tag, wo wir im Gottesdienst danken und bitten dürfen, bundesgemäß zu leben: etwa jenen zu danken, denen wir das Leben verdanken, oder die Liebe der anderen zu achten, oder nicht krampfhaft von etwas Besitz ergreifen zu wollen.

Auf dem Hungertuch fallen sieben kleine Goldbrocken auf, über die Ricarda Moufang meditiert: „Über sieben Brücken muss ich gehen und hinter den sieben Bergen siebenundsiebzig Mal vergeben. Im verflixten siebten Jahr rüttle ich an den Grundfesten und führe die sieben Geißlein zum Wolf. Im siebten Jahrzehnt, am siebten Tag des siebten Monats, lege ich ab meine Last endlich fluchlos ab im siebten Himmel.“

Im Gotteslob finden Sie in dem Abschnitt Nr. 29 „Den Glauben leben“ geeignete Gedanken, die Sie in dieser Zeit begleiten können. Seien Sie aber auch herzlich eingeladen zu den Gottesdiensten, Früh- und Spätschichten, den Fastenessen oder Kreuzwegandachten.

Erfüllte Tage auf Ostern hin wünscht Ihnen allen
Ihr Seelsorger Matthias Kaleth

Bild: Das MISEREOR-Hungertuch 2015 „Gott und Gold – Wie viel ist genug?“ von Dao Zi © MISEREOR