Ein Blick in die Zukunft

Eine Reihe von Feiertagen stehen uns im Mai und Juni bevor: Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam. Meist sind sie verbunden mit Ferien- und Brückentagen, die ein langes Wochenende bescheren. Lassen Sie sich davon beschenken, gerade auch im Hinblick darauf, dass es christliche Feiertage sind und damit Ausdruck unseres Glaubens in einer säkularer werdenden Gesellschaft.

Kurz bevor dann die Sommerferien beginnen, feiern wir noch ein Fest. Die ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) besteht in Stade seit 10 Jahren. Viele gemeinsame Projekte und Gottesdienste wurden und werden seitdem ökumenisch gestaltet und gefeiert. Mit dem diesjährigen Altstadtfestgottesdienst am 18. Juni um 11.00 Uhr auf dem Pferdemarkt wollen wir dies feiern und gleichzeitig auch dankbar zurückblicken auf diese Zeit. Dazu sind ehemalige Pastorinnen, Pastoren, Pfarrer und Wegbegleiter aus ganz Deutschland, die vor zehn Jahren bei der Gründung dabei waren, eingeladen. Seien auch Sie dabei und feiern mit. Die Hl. Messe in Heilig Geist beginnt deshalb am 18.06. schon um 9.30 Uhr.

Nicht immer gibt es Grund zu feiern. So müssen wir auch Abbrüche erleben, die zeigen, dass „Kirche sein“ heute nicht mehr selbstverständlich funktioniert. In unserer Ortsgemeinde Heilig Geist hat sich das Gemeindeleitungsteam aufgelöst. An dieser Stelle gilt allen Beteiligten ein Dankeschön für die geleistete Arbeit.

Bei einem Reflexions- und Zukunftstag für die ganze Pfarrgemeinde im Herbst werden wir auch einen Blick auf die anstehenden Wahlen 2018 werfen und damit auf mögliche Formen einer Neuaufstellung. Darüber informiere ich Sie dann gerne nach den Sommerferien.

Ebenfalls nach den Sommerferien, ab August, haben wir vom Pfarrgemeinderat neue Gottesdienstzeiten für die Sonntagsgottesdienste festgelegt. Ausschlaggebend dafür ist auch ein Blick in die Zukunft. Am 30. Juli werden wir Pfr. Rauchfuß in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Er wird, genauso wie Pfr. Laufköter, solange es möglich ist, noch Gottesdienste übernehmen, aber auch mit der ruheständischen Freiheit, die ihm dann zusteht.

Auf Sicht muss es also eine Regelung geben, dass ich unsere drei Kirchorte am Wochenende allein versorgen kann. So wird der derzeitige Wechsel am Samstag und Sonntag der Kirchorte St. Ansgar und St. Michael beibehalten, ebenfalls die Gottesdienstzeit um 18.30 Uhr am Samstag. Am Sonntag beginnt der Gottesdienst dort dann allerdings schon um 9.00 Uhr und in Heilig Geist wird er auf 11.00 Uhr verschoben. Den monatlichen Gottesdienst in Hechthausen und den Samstagsgottesdienst in St. Josef wollen wir vorerst beibehalten.

Ich wünsche Ihnen allen weiterhin eine gesegnete Osterzeit.

Schon heute leben – Brief an die Gemeinde

Die Tage werden langsam wieder länger und mit großen Schritten nähern wir uns der Karwoche und dem größten christlichen Fest – Ostern.

Besonders am Osterfest dürfen wir das Motto des diesjährigen Hungertuches „Ich bin, weil du bist“ erfahren. In Tod und Auferstehung Jesu wirbt Gott nicht nur für ein Leben nach dem Tod, ganz nach dem Motto „Am Ende wird alles gut“. Nein, er möchte, dass wir schon heute „leben“ in der Begegnung mit ihm und unseren Mitmenschen. Nur im Dialog und barmherzigen Miteinander kann österliches Leben schon heute gelingen.

Der Ostergarten in der ev. Liborius-Kirche in Bremervörde, der noch bis zum 17. April zu sehen ist, greift die Zeit von Palmsonntag bis Ostern auf. Es sind intensive Tage, in denen Jesus einer Reihe von Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen begegnet ist und immer wieder dieses österliche Leben verkündet hat.

In der Osternachtsfeier in Heilig Geist werden wir die große Freude haben, die TeilnehmerInnen des Glaubenskurses mit den Sakramenten der Taufe, Firmung und Erstkommunion in unsere Gemeinde aufzunehmen. Ein großer Dank gilt unseren beiden Subsidiaren, Pfr. Rauchfuß und Pfr. Laufköter, für die gute Vorbereitung und einer Reihe von Gemeindegliedern, die sich ebenfalls stark engagiert haben und auch als Paten zur Verfügung stehen.

Die Feierlichkeiten hören mit dem Osterfest nicht auf. In den folgenden Wochen feiern wir an allen Kirchorten Erstkommunion. Auch wenn die Gottesdienste mit den Familien und Verwandten unserer Erstkommunionkinder voll werden, ist die Gemeinde herzlich eingeladen dieses Fest mitzufeiern. Die Kinder dürfen erfahren, dass wir eine große Gemeinschaft sind und die Gemeinde sich auf sie freut.

Dazu und zu allen unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen, die Sie hier in der Kunde finden, ein herzliches Willkommen.

Brief an die Gemeinde

Liebe Gemeinde!

Nachdem Sie im letzten Jahr schon eine Vorstellung von mir lesen konnten, schreibe ich diese Zeilen nach meiner offiziellen Einführung. Sie lesen jetzt also häufiger von mir 😉

Ich möchte mich auch an dieser Stelle ganz herzlich für die grandiose Begrüßung und das Willkommen in der Pfarrgemeinde bedanken. Ein besonderer Dank gilt allen, die sich rund um die Einführung, die Gestaltung des Gottesdienstes und des Empfangs gekümmert haben.

Nach wenigen Tagen im Amt und vor allem im Büro, kann ich noch gar nicht viel über das schreiben, was in den nächsten Wochen ansteht, dafür ist es noch zu früh und selbst der Beginn der Fastenzeit ist erst im März. Dazu und zu Ostern dann in der nächsten Kunde mehr.

Eine Sache fällt mir dann doch ein, wenn ich auf den Februar schaue. Wir wollen die neuen Ministranten in Heilig Geist aufnehmen. Wer ein wenig die Ohren gespitzt hat und meine Vorstellung in der Kunde gelesen hat, wird wissen, dass mir diese Gruppe sehr am Herzen liegt. Deshalb lade nicht nur zum Gottesdienst am 12.02. um 10.00 Uhr ein, sondern möchte den Blick auf das Dienen an sich lenken. Einander ‚dienlich‘ sein hört sich vielleicht etwas altmodisch an, trifft aber doch die Sache. Für mich heißt es, dass wir füreinander da sind, uns unterstützen und helfen – eben dienen. Im gegenseitigen Dienen schließen wir Gott selbst dann ganz automatisch mit ein. Im Dienst der Kinder und Jugendlichen am Altar dürfen wir uns diesen allgemeinen Auftrag immer wieder ins Gedächtnis rufen. Sie tun ihren Dienst speziell für Gott und stellvertretend für die Gemeinde. Das Dienen aber sollte jeder von uns auf dem Zettel haben.

In Erwartung vieler weiterer neuer Gesichter und Orte grüße ich Sie herzlich

Brief vom neuen Pfarrer Timm Keßler

Liebe Heilig-Geist-Geist Gemeinde!

Nun ist es schon einige Monate bekannt, dass ich zu Ihnen und Euch in den Norden kommen werde. Deshalb ist es auch an der Zeit, mal einige Worte zu mir zu sagen und mich vorzustellen. Das mit dem Namen ist zwar schon klar, aber trotzdem…   Ich heiße Timm Keßler. Sowohl das 2. ‚m‘ wie auch das ‚ß‘ sind ja nicht ganz selbstverständlich und im digitalen Zeitalter nicht ohne Probleme.

Geboren bin ich in Düsseldorf. Groß geworden und heimisch fühle ich mich aber als Lüneburger, da ich dort seit meinem 2. Lebensjahr gewohnt habe. Nach Kindergarten (katholisch), Grundschule (nicht katholisch), O-Stufe, Gymnasium und Realschule (noch weniger katholisch) habe ich 1988 eine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann begonnen und nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Anschließend habe ich meinen Wehrdienst beim Panzeraufklärungsbatallion 3 in Lüneburg absolviert und bin dann in die Sparkasse zurückgekehrt.

Neben diesem recht klassischen Lebenslauf war ich seit meiner Erstkommunion in der St. Mariengemeinde aktiv. Begonnen hat alles als Ministrant, später wurde ich Jugendgruppenleiter, war Mitglied im PGR und habe an vielen Stellen in der Gemeinde mitgewirkt. Viele Jahre habe ich das jährliche Zeltlager unserer Gemeinde geleitet und die Firmjugendlichen als Katechet begleitet. Also auch hier habe ich eine ganz klassische Laufbahn hingelegt.

Was dann nicht mehr so klassisch war: dass ich meinen Beruf 2002 an den Nagel gehängt habe und in das interdiözesane Priesterseminar St. Lambert in Lantershofen gegangen bin. Dort darf man, wenn der Heimatbischof es erlaubt, als „alter“ Mann ohne Abitur studieren.

Nach dem Studium ging die reguläre Ausbildung in Hamburg weiter und wurde mit der Diakonweihe im März 2007 abgeschlossen. Ein Jahr lang durfte ich dann erste Erfahrungen in Hann. Münden als Diakon sammeln, bevor die Vorbereitung auf die Priesterweihe in Osnabrück begann. Im Mai 2008 wurde ich von Bischof Norbert zum Priester geweiht. Als meine erste Kaplansstelle wurde mir Duderstadt zugeteilt, wo ich bis 2010 Dienst tat.

Die letzten sechs Jahre war ich mit vielfältigen Aufgaben betraut: Ich war Regionaljugendseelsorger,  Leiter des Jugendpastoralen Zentrums Tabor und Schulseelsorger an der St. Ursula Schule – alles in Hannover. Dazu kam noch der Auftrag als Diözesanministrantenseelsorger. Zusammen waren es alles Aufgaben in der Jugendpastoral, die mich sicherlich geprägt haben.

Nun freue ich mich auf meine neue Aufgabe als Pfarrer in Stade und allen dazugehörenden Orten und vor allem Menschen.

Ich werde am Anfang sicherlich viel kennen lernen dürfen und müssen. (Ich bitte jetzt schon um Entschuldigung, wenn das mit den Namen bei mir etwa länger dauert.) Ich werde aufmerksam, mit offenen Augen und Ohren, durch die Gemeinde gehen, um mich zu orientieren. Es liegt sicherlich eine spannende Zeit vor uns, die es zu gestalten gilt. Daran möchte ich gerne mitarbeiten, ohne von vornherein alles in Frage zu stellen. Veränderungen sind schließlich nur dann angebracht, wenn sie uns als Heilig-Geist-Gemeinde in eine gute Zukunft führen. Ich scheue mich aber auch nicht, das Notwendige anzupacken. Dabei stehen die Menschen im Mittelpunkt und mit ihnen Gott, der immer mit uns im Dialog sein möchte. Ihn zu erfahren, wahrzunehmen und herauszufinden, was er mit jedem Einzelnen, aber auch mit der Kirche vorhat, ist spannend und herausfordernd. Auf diesen gemeinsamen Weg möchte ich mit Ihnen und Euch gehen.

Ein letzter Gedanke und Wunsch gehört nicht nur, aber vor allem, den jungen Menschen unserer Gemeinde: Ich habe in den letzten Jahren sehr viel von Jugendlichen gelernt, das möchte ich gerne weiterhin tun. Lasst uns in Kontakt kommen, dass wir uns treffen, austauschen und voneinander erfahren, wie das Leben Euch herausfordert und was unser Glaube dabei für eine Rolle spielen kann. Dazu lade ich Euch heute schon ein.

Die Begleitung von jungen Menschen, über die Pfarrgemeinde hinaus, werde ich auch in Zukunft als Diözesanministrantenseelsorger in unserem Bistum wahrnehmen.

Und sollte ich mal unauffindbar sein, dann habe ich mich vielleicht beim Joggen verlaufen, bin auf den Bergen beim Skifahren, Wandern und Klettern oder spiele Fußball.

Mit lieben Grüßen, noch aus Hannover, und Gottes Segen für die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit,

Timm Keßler