Eröffnung der Ausstellung „Lebensmuster“

Durststrecken – Verletzungen – Grenzen – Burn-out – Diese Erfahrungen findet man nicht nur in heutigen Romanen oder Spielfilmen, sondern auch in der Bibel. Sie inspirierten 14 Frauen aus Hameln dazu, die Lebensgeschichten von biblischen Frauen in „Gemälden aus Stoff“ , den so genannten Quilts, festzuhalten. Unser heutiges Leben, so die Botschaft der Bilder, spiegelt sich in der Bibel wider.

Noch bis zum 31. Mai haben alle Interessierten nun die Möglichkeit, diese Kunstwerke im Rahmen der Ausstellung „Lebensmuster“ in der Heilig Geist Kirche in Stade zu sehen.  Für einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Sie dort erwartet, können Sie sich oben in der Galerie Bilder der Kunstwerke ansehen. Rund um die Ausstellung finden außerdem viele weitere Veranstaltungen statt. Einen Überblick über das Programm der nächsten Tage und Wochen finden Sie hier.

Falls dies Ihr Interesse geweckt hat, halten Sie diesen Termin fest – auch Gruppen laden wir herzlich ein. Sie werden durch die Ausstellung geführt.

Melden Sie sich bitte bei:
Gemeindereferentin Renate Vornholt, Timm-Kröger-Straße 16, 21680 Stade
Tel.: 0 41 41 / 41 16 33
Mail: Gemeindereferentin@Heilig-Geist-Stade.de

„Gesegnet, um Segen zu sein“

Liebe Gemeinde,

„Gesegnet, um Segen zu sein“, so heißt das kürzlich im Echter Verlag erschienene Buch unseres ehemaligen Diakons Martin Wirth, das Sie auch in unserer Bibliothek finden.

„Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“ – diese Verheißung an Abraham und Sara durchzieht die ganze Bibel.

In die Biografien mancher bekannten und auch unbekannten biblischen Frauengestalten bekommen wir Einblicke durch die Ausstellung „Lebensmuster“, die Sie vom 17. – 31. Mai in der Heilig-Geist-Kirche besuchen können. Dazu gibt es ein interessantes Rahmenprogramm. Was bedeutet der Glaube und wie werden Frauen zum Segen?

Mit Stoff, Garn und Schere wurden eindrucksvolle Quilts geschaffen, die zum Verweilen einladen.

Ganz herzlich danke ich der Gemeindereferentin R. Vornholt  sowie den Mitgliedern der Frauengemeinschaft für den großartigen Einsatz dieses Projekts.

Ebenso freue ich mich über die Planung einer Holzhütte, die im Park von St. Josef  nahe der Lagerfeuerstelle ihren Platz finden soll. Im Namen der Pfadfinder sind Sie  am Sonntag, den 9. Mai ab 15 Uhr in den Park von St. Josef eingeladen zur Einweihung der Hütte bei Kaffee und Kuchen.

Herzlich danke ich Dr. Haneke für die Planung, dem Technologie-zentrum der Handwerkskammer unter Leitung von Herrn Knoll für die fachliche Realisierung  sowie allen, die außerdem von den Pfadfindern oder aus der Gemeinde beim Aufbau mitgeholfen haben. Ebenso danke ich  Pfr. Laufköter, der sich den „Hut“ für die Koordination aufgesetzt hat. Mögen wir alle segensreich wirken können im Sinne des Gebetes von Diakon Wirth: „Herr segne ihre Hände, dass sie behutsam sind, dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden, dass sie geben können ohne Berechnung, dass ihnen innewohne die Kraft zu segnen und zu trösten…“ (S. 131)

Und zu guter Letzt erhoffen wir dies auch für alle Kommunionkinder:  zum Segen zu werden. Wir freuen uns mit ihnen über ihren Festtag und danken dem Katechetenteam für allen Einsatz.

Sicher werden einige Kommunionkinder als Pfadfinder oder MessdienerInnen zum Segen für die Gemeinde.

Ihnen allen eine erfüllte Osterzeit,     

Ihr Seelsorger Matthias Kaleth

Monatslied Februar 2015: „Sonne der Gerechtigkeit“ (Gotteslob Nr. 269)

Am 18. Februar beginnen wir mit dem Aschermittwoch die Vorbereitung auf Ostern, unser höchstes Fest: Christus ist auferstanden!

Wenn wir selber mit dem auferstandenen Herrn leben wollen, müssen wir Ihm in unserem Leben Raum schaffen. Dazu soll uns die österliche Bußzeit verhelfen. Deshalb haben wir das Lied für diesen Monat aus dem Abschnitt des Gesangbuchs gewählt, der überschrieben ist „Österliche Bußzeit“. Es handelt sich um einen Hymnus, der dem Stundengebet entstammt.

In der deutschen Übersetzung des lateinischen Originals ist leider eine Strophe ausgelassen, die Wichtiges sagt über unser Tun der Buße und über Gottes Tun an uns, das viel größer ist.

Die erste Strophe nennt Christus die „Sonne der Gerechtigkeit“. Wie fast alle Lebewesen ohne die Sonne nicht auskommen, so sind auch wir Christen ohne die Sonne, die Christus ist, nicht lebensfähig. Der Prophet Maleachi (3, 20) hat mit dem Bildwort von der „Sonne der Gerechtigkeit“ den Gottesfürchtigen Heilung und Hoffnung versprochen. Wenn Christus in unserem Herzen Platz hat, weicht alles Dunkel, und wir werden durch Ihn im Innersten mit Seinem Licht  erhellt.

Strophe 2:  Immer ist es natürlich möglich und notwendig, sich zu Gott hin zu bewegen; aber diese Zeit, die wir gemeinsam begehen, kann uns besonders helfen, neu auf Gott hin unser Leben auszurichten. Auch wenn Gott langmütig ist, dürfen wir nicht leichtfertig die Bekehrung aufschieben. Gottes Gnadenangebot fordert einen ernsten Entschluss des Neubeginns.

Die ausgelassene Strophe des lateinischen Originals könnte in Prosa so übersetzt werden:  „Gib, dass, was immer wir an Buße tun, Vergebung unserer gar großen Sünden  schenke, wobei Dein Tun viel größer ist, als was wir leisten.“

Strophe 3: Der Tag, von dem hier gesprochen wird, meint in besonderer Weise das Osterfest. An vielen Stellen in der Liturgie dieses Festes erklingt der Psalmvers (118, 24): „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns frohlocken und seiner uns freuen.“

Strophe 4 ist ein Lob Gottes (Doxologie), wie es für einen Hymnus bezeichnend ist: Hier klingt schon der Gedanke an das neue Lied an, das an Ostern beginnt und im ewigen  Ostern Gottes erklingt.

Die Melodie des Hymnus ist nicht die Melodie, die im lateinischen Stundengebet vorgesehen ist; sie wäre wegen der Schleifen für den deutschen Text nicht passend. Deswegen hat man eine Melodie gesucht, die zu mehreren Hymnen der Lesehoren gesungen wird. Ihre schlichtere Form verträgt sich gut mit dem Text. Sie steht in dorischer Tonart, also nicht in Dur oder Moll wie die meisten Lieder.

Das Lied ist nicht von einem Taktschema bestimmt, sondern entspringt ganz dem Wort – deshalb haben die Noten auch keine „Hälse“. Zu den Strichlein in den Notenzeilen: Der etwas längere Strich zwischen zweiter und vierter Linie in der Mitte des Liedes gibt eine Atempause an; die kleineren Strichlein in der oberen Notenzeile sind nur Gliederungszeichen. 

Pfr. Eberhard Laufköter