Ökumenische Termine im August/September

Luther – Ökumenisch?!

Eine ganze Woche lang, vom 13. – 20. August, wird Martin Luther das leitende Thema in acht Stader Kirchengemeinden sein. Unter dem Titel „Luther ökumenisch?!“ laden diese Gemeinden abends zu sich ein. Dabei soll mit verschiedenen Schwer-punkten die Person und das Denken Martin Luthers aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven im Mittelpunkt stehen. Den Abschluss bildet am Sonntag, 20. August, um 15 Uhr die Feier des Gottesdienstes „Heilung der Erinnerung“ in der Johanniskirche.

Sonntag, 13.08. 18 Uhr Neuapostolische Kirche, Brinkstr. 10

Montag, 14.08. 18 Uhr Baptisten, Jahnstr. 7

Dienstag, 15.08. 19 Uhr Heilig Geist, Timm-Kröger-Str. 16

Mittwoch, 16.08. 19 Uhr St. Nicolai Bützfleth, Kirchstr. 10

Donnerstag, 17.08. 19.30 Uhr St. Cosmae, Cosmaekirchhof

Freitag, 18.08. 18 Uhr St. Wilhadi, Wilhadikirchhof 11

Samstag, 19.08. 18 Uhr Matthäus-Gemeinde, Hospitalstr. 19

Sonntag, 20.08. 15 Uhr Johannis, Sandersweg 69

ACK Stade

Die nächste Sitzung der Stader Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen findet am 29. August um 18.30 Uhr in St. Josef statt.

Gregorianik

An fünf Donnerstagen (31.8 – 28.9.) lädt Pastor Warnecke zum Gregorianik-Projekt nach St. Josef ein. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ökumenisches Benefiz-Suppenessen

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder mit der Johannis- und der Baptistengemeinde das bewährte Suppenessen durchführen können. Damit stärken wir unsere ökumenische Verbundenheit, unterstützen finanziell die verschiedenen Projekte unserer drei Gemeinden und genießen gemeinsam die Vielfalt der angebotenen Suppen.

Hier die Reihenfolge der „Suppensonntage 2017“:

17. September: Gastgeber Heilig Geist (im Gemeindesaal St. Josef)

29. Oktober: Gastgeber Johannis (im Gemeindesaal)

12. November: Gastgeber Baptisten (im Gemeindesaal Jahnstr. 7)

Das KÖB-Team sucht Verstärkung!

Das Büchereiteam der Katholischen Öffentlichen Bibliothek (KÖB) in unserer Gemeinde sucht Verstärkung!

Wer Freude am Lesen und an Büchern hat und uns in der Ausleihe unterstützen mag, ist herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich bei Petra Klose-Garthe, in der Bücherei nach dem Sonntags-Gottesdienst oder senden uns eine E-Mail an koeb@heilig-geist-stade.de. Der Zeitaufwand beträgt in der Regel ca. 1 Stunde pro Monat Ausleihzeit nach dem Gottesdienst. Wir freuen uns auf Sie!

Arabische Familienstrukturen besser verstehen – Vortrag mit Dr. Dunja Sabra

Eltern überall auf der Welt wollen nur das Beste für ihre Kinder und legen viel Wert auf eine gute Erziehung. Wie unterscheiden sich die Erziehungsstile arabischer Familien von denen der Mehrheitsgesellschaft? Welche kulturell geprägten Auffassungen von Erziehungsaufgabe, von Schule und Lehrkräften, aber auch Vorstellungen zu Geschlechterrollen bringen arabische Familien mit nach Deutschland?

Der interaktive Impulsvortrag mit Frau Dr. Dunja Sabra geht diesen Fragen nach und soll einen ersten vertieften Einblick in arabische Familienstrukturen und Erziehungsstile und -ziele ermöglichen.

Hierzu lädt der Caritasverband in Stade Sie recht herzlich ein am
Dienstag, den 08.08.2017 von 17:00 bis 19:30 Uhr im Gemeindesaal an der St. Josef – Kirche in der Schiffertorsstraße 17 in Stade.

Anmeldungen: ekf-laabs@caritas-stade.de oder  0157 52425062.

Vater Unser Leben – Persönlicher Rückblick auf die ökumenischen Exerzitien

Als ich im Gemeindebrief die Einladung für die Ökumenischen Exerzitien entdeckte, fühlte ich mich zunächst eher ein bisschen abgeschreckt. Den Begriff „Exerzitien“ brachte ich bislang in Zusammenhang mit Befehl, militärischer Korrektheit und Zwang in Verbindung. In Glaubensdingen möchte ich mich jedoch nicht zu etwas zwingen lassen, geschweige denn das Gefühl vermittelt bekommen, Gott durch mein stoisches Tun zwingen zu können.

Da aber die Neugier auf das Angebot unseres „neuen“ Pastors siegte, machte ich mich auf den Weg. – In recht großer Runde (ca. 20 Personen) stand zunächst die Frage im Raum, welche Erfahrungen wir persönlich mit diesem Gebet bereits gemacht haben. Überrascht war ich über die Offenheit, mit der die Teilnehmenden über ihre privaten Erlebnisse berichteten. Die entstehende Vertrautheit unter-einander bereicherte mich.

Wie oft schon habe ich selbst dieses Gebet – meist in Gemeinschaft – gesprochen. Und dennoch: Als wir über das erste Wort „Vater“ zum Nachdenken angeregt wurden, wurde mir noch einmal besonders bewusst, welch großes Glück es doch ist, dass wir den Allmächtigen, der uns das Leben gab, mit diesem vertraulichen Beziehungswort ansprechen dürfen.
Unsere Exerzitien, vielleicht anders übersetzt mit „Übungen“, bestanden darin, täglich eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen, um bestimmte Aussagen des „Vater Unser“ zu bedenken und zu überdenken: mit kurzen Impulsen, Texten und eigenen Gedanken.

Was so einfach klingt, gestaltete sich für mich in der täglichen Praxis öfter schwierig.

Je ruhiger ich werden wollte, desto mehr überschwemmten mich vielerlei Gedanken. Doch durch die Regelmäßigkeit dieser Übungen wurde ich konzen-trierter. Manchmal gelang es mir, neu gewonnene Erkenntnisse mit in den nächsten Tag zu nehmen und weiter zu bedenken. Ab und zu hatte ich meine Zeit schlecht im Griff und musste gleich zwei oder drei Arbeitsblätter auf einmal bewältigen. Insgesamt nahm ich gerne an den wöchentlichen Treffen teil und schätzte dabei besonders den Erfahrungsaustausch in den Kleingruppen, der, entgegen meiner ersten Befürchtung, zwanglos und in guter Atmosphäre stattfand.

Was bleibt, ist das „abendliche Ritual auf der Bettkante“, d.h. ein möglichst bewusst gesprochenes „Vater Unser“. Und was ich mir wünsche, ist, dass wir im Gottesdienst nicht nur ernst und mit gesenktem Blick, sondern auch immer mal wieder voller Freude diese Worte an unseren Gott richten. Ein paar mehr Pausen, damit die einzelnen Bitten nicht so schnell vorbeihuschen, wären auch schön.

Karin Behrendt, St. Liborius

Monatslied Mai 2017: Ordinariumsgesänge

Seit mehr als fünf Jahren erscheint in unserer „KUNDE“ die Seite zum Monatslied. Dadurch haben wir hoffentlich viele Lieder kennen und schätzen gelernt: Gesänge zu den verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres; Gesänge, die an bestimmten Stellen des Gottesdienstes gesungen werden.

Heute soll über die so genannten Ordinariumsgesänge nachgedacht werden.
Die meisten Gesänge des „GOTTESLOB“ haben unterschiedliche Texte. Das Ordinarium sind die Texte, die immer gleich bleiben: also Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei. Diese Gebete geben der Feier der Heiligen Messe eine feste Struktur. Wenn sie deutsch oder lateinisch gesprochen werden, haben sie immer denselben Wortlaut. Das sollte eigentlich auch so sein, wenn sie gesungen werden.

Schon lange bevor die Volkssprachen im Gottesdienst ermöglicht wurden, kannten wir in Deutschland deutsche Texte, die an diesen Stellen gesungen wurden, während der Priester sie lateinisch betete. Meistens waren diese Gesänge sogenannte Paraphrasen (d.h. keine wörtlichen Übersetzungen, sondern freie Übertragungen der lateinischen Texte). Sie sind gut singbar, und werden deshalb von vielen geschätzt; oft werden sie auch weitgehend auswendig gesungen. Der Nachteil dieser Vertonungen ist aber, dass sie die Texte des Messbuches nur unzureichend wiedergeben.

Der Wunsch der Kirche, die authentischen Texte zu singen, wird damit nicht erfüllt. Im Fall des Sanctus (also des Heilig) ist das am wenigsten hinzunehmen, weil dieser Gesang ein Teil des Hochgebetes der Heiligen Messe ist, des Kerns der Gottesdienstfeier. Aber auch sonst sollten die Übersetzungen dem lateinischen Messbuch genau folgen. Das hat der heilige Papst Johannes Paul ausdrücklich angemahnt.

In Ländern, in denen es vor dem Konzil kaum volkssprachliche Gottesdienstgesänge gab (z.B. Italien, Frankreich), sind nach der Liturgiereform wörtliche Übersetzungen des Ordinariums geschaffen worden, die meist leicht und gut zu singen sind. Auch in Deutschland haben sich Komponisten ans Werk gemacht. Aber die Schöpfungen waren oft musikalisch schwierig, so dass das neue „Gotteslob“ manche Werke aus dem alten Gesangbuch nicht übernommen hat. Es sind stattdessen einige neue Gesänge eingeführt.

Manche davon aber gestehen der Gemeinde mitunter nur einen Kehrvers zu und vertrauen das übrige einer Vorsängergruppe an. Vielerorts geht das an den Möglichkeiten der Gemeinden vorbei. Dennoch sollten wir versuchen, die Angebote des Gesangbuches zu nutzen. Wenn unterschiedslos nur Strophenlieder gesungen werden, verliert der Gottesdienst leicht seine Struktur. Die gute Gestaltung des Gottesdienstes sollte uns immer wieder alle Mühen wert sein. Wir feiern ja nicht unseren Gottesdienst, sondern den Gottesdienst der ganzen Kirche, der schon etwas ahnen lassen muss von der ewigen himmlischen Liturgie, die vor dem Thron Gottes erklingt.

Pfarrer Eberhard Laufköter