Neues aus dem St. Nikolaus Kindergarten in Stade!

November:

Die Spendenaktion „Licht bringen in die Welt –
Teilen und Helfen kann so schön sein!“ von World Vision Deutschland erhält durch den Erlös vom „Lichtermarkt“ am 7. November 2017 im kath. Kindergarten St. Nikolaus großartige 650,00€.

Der Kindergarten bedankt sich herzlich bei seinen Familien und Freunden für die tatkräftige Unterstützung. Im Vorfeld hatten die rund 40 Kindergartenkinder vielfältige Kunstwerke gebastelt, die sie auf dem Lichtermarkt für Ihre Eltern zum Kauf angeboten hatten.

Drei Tage später feierte der Kindergarten zusammen mit den Kindern, ihren Familien und den Bewohnern des kath. Altenheims St. Josef ein buntes St. Martinsfest in der Schiffertorstraße 17. Nach dem die Kindergartenkinder die Legende von St. Martin vorführten und fröhliche Martinslieder sangen, begaben sich Alle nach Draußen und zogen mit den selbstgebastelten Laternen durch den von Kerzen erhellten Park. Bei Stockbrot, Würstchen und warmen Getränken ging ein fröhliches Fest zu Ende.

Dezember:

„Ganz in der Nähe ist ein neuer König geboren!“, erzählen sich aufgeregt die Hirten am Lagerfeuer. Aber wie sollen sie ihn finden? Da rücken am Nachthimmel die Sterne zusammen, immer näher, bis sie einen einzigen funkelnden Stern bilden, der langsam über das Firmament zieht. Sein glitzernder Schein weist den Hirten, den drei Königen und den Tieren im Wald den Weg nach Bethlehem zum Kind in der Krippe.

In dieser Adventszeit begeben sich die Erzieher*Innen des Nikolauskindergartens mit den Kindern gemeinsam auf den Weg des „Weihnachtssterns“. Die Kinder schlüpfen dabei aktiv in die Rollen der damaligen Zeugen von Jesu Geburt in Bethlehem und erfahren auf diese Art vom großen Geschenk Gottes. Es werden Lieder gesungen, Texte auswendig gelernt, Kulissen und Kostüme hergestellt und fleißig geprobt. Am 22. Dezember findet das Kindergartenmusical mit den Liedern von Detlev Jöcker im Gemeindehaus von der kath. Heilig Geist Kirche in Stade statt.

Schauspieler und Organisationstalente gesucht – Krippenspiel 2017

Langsam aber sicher beginnt Weihnachten am Horizont aufzutauchen – und damit rückt auch das Krippenspiel unserer Gemeinde näher. Um die weihnachtliche Botschaft auch in diesem Jahr wieder in eine besondere Form kleiden zu können, wird tatkräftige Unterstützung gesucht. Mütter und Väter, die ihr Organsisationstalent unter Beweis stellen wollen, sind eingeladen, sich bei Renate Vornholt (Tel: 04141/411633, Mail: gemeindereferentin@heilig-geist-stade.de) zu melden.

Natürlich dürfen auch die Schauspieler nicht fehlen. Alle Kinder ab sechs Jahren, die an einer Rolle im Krippenspiel interessiert sind, können sich ebenfalls bei Renate Vornholt melden. Vor der ersten Probe am 1. Dezember werden gemeinsam die Rollen verteilt.

Geprobt  wird am:

1. Dezember: 15 – 17 Uhr

8. Dezember: 15 – 17 Uhr

15. Dezember: 15 – 17 Uhr

22. Dezember: 15 – 17 Uhr

Die Krippenfeier findet Heilig Abend um 16 Uhr statt.

Monatslied November 2017: Das Glaubensbekenntnis

Der dritte Ordinariumsgesang der Heiligen Messe ist der längste: das Glaubensbekenntnis (Credo). Es folgt auf die Verkündigung der Lesungen, des Evangeliums und die Predigt. Mit ihm beantworten wir, was Gott uns in seinem Wort geschenkt hat. Was wir gehört haben, sind nicht nur menschliche Worte, sondern Gottes Wort.

Seit ungefähr tausend Jahren gehört das Credo in die Heilige Messe. Als Kaiser Karl der Große (+ 814) das päpstliche Messbuch für sein ganzes Reich übernahm, fand es sich noch nicht darin. Zweihundert Jahre später bei seiner Kaiserkrönung in Rom (1022) verwunderte sich Heinrichs II., dass das Credo nicht gesungen wurde, wie er es in seiner Heimat gewohnt war. Er erhielt zur Antwort, das Credo müsse nur außerhalb Roms gesprochen werden.

Damit bekennen sich die anderen Kirchen zur Einheit des Glaubens, der von Petrus (und den übrigen Aposteln) weitergegeben wurde. Heute ist das Credo an allen Sonntagen und Hochfesten vorgesehen. Wir zeigen damit, dass wir zur Gemeinschaft der Kirche gehören, die an allen Orten und zu allen Zeiten den gleichen Glauben verkündet. Es gibt zwei Formen des Credo: das große Glaubensbekenntnis oder Nicäno-Konstantinopolitanum und das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Das erste wurde in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Irrlehren auf den Konzilien des vierten und fünften Jahrhunderts nach hartem Ringen formuliert.Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist ebenfalls in den ersten Jahrhunderten entstanden und wird legendarisch den zwölf Aposteln zugeschrieben. Wann es genau entstanden ist, lässt sich nicht erkennen. In beiden Texten bekennen wir den Glauben an die drei göttlichen Personen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, dann an die Kirche, die Sündenvergebung, die Auferstehung und das ewige Leben. Das große Glaubensbekenntnis unterscheidet sich vom Apostolicum darin, dass es ausführlicher und bildhafter ist.

Sogenannte Credo-Lieder, die es in deutscher Tradition gibt, können sich mit den offiziellen Texten nicht messen, sie sollten besser der Vergangenheit angehören, da sie nicht die Fülle des Glaubensbekenntnisses bieten. Das Credo ist ursprünglich nur als Sprechgesang komponiert. Seit die Mehrstimmigkeit erfunden wurde, haben die Komponisten den Text in unterschiedlicher Weise musikalisch ausgeschmückt.

Unser Gotteslob bietet für das Große Glaubensbekenntnis nur zwei Melodien an (eine lateinische Choralversion – Nr. 122, und eine deutsche Fassung – Nr. 180, die den Text nur dem Vorsänger überlässt und der Gemeinde nur einen Kehrvers zuweist). Das Apostolische Glaubensbekenntnis findet sich in drei Fassungen (Nr. 177 – Nr. 179). Nur die letzte Version überlässt der Gemeinde auch selbständige Sätze, während die beiden anderen ihr nur Kehrverse zubilligt.

Mögen wir immer neu erkennen, welch großes Geschenk der Glaube ist, wenn wir das Glaubensbekenntnis sprechen oder singen.

Pfarrer Eberhard Laufköter

Bücherflohmarkt am 22. Oktober

Die Tage werden wieder kürzer – was gibt es da Schöneres, als gemütlich in ein Buch versunken die freie Zeit zu genießen?

Sie sind herzlich eingeladen, im Anschluss an den Gottesdienst am 22. Oktober im Pfarrsaal nach Büchern zu stöbern! Vom Kochbuch über Roman und Krimi bis zum Kinderbuch – sicher finden Sie etwas Passendes für sich.

Bestimmen Sie selbst die Höhe Ihrer Spende! Vom Erlös des Flohmarktes werden neue Medien für die Bücherei gekauft. Unsere Bücherei befindet sich im Keller des Gemeindehauses und ist jeden Sonntag nach dem Gottesdienst geöffnet.

Das Büchereiteam freut sich auf Ihren Besuch!

Monatslied Oktober: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei

An den verschieden Tagen haben unsere Gottesdienste ein unterschiedliches Gesicht. Es hängt von unterschiedlichen Lesungen und Gebeten ab. Daneben gibt es bei der Feier der Heiligen Messe auch Gebete, die an (fast) allen Tagen gleich bleiben und damit unserem Gottesdienst eine eindeutige Gestalt verleihen: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei, das so genannte „Ordinarium“. Vom Ursprung her sind es Gesänge.

Heute möchte ich Ihnen davon das Kyrie und das Gloria vorstellen. Kyrie ist ein Wort aus dem Griechischen, in dem am Anfang der Kirche der Gottesdienst gefeiert wurde. Als man in der römischen Liturgie die lateinische Sprache einführte, sang man diesen Ruf weiterhin in Griechisch. Der Ruf „Kyrie eleison“ ist ursprünglich von den Heiden im weltlichen Sinn gebraucht worden: sie begrüßten mit diesem Wort den Kaiser und drückten darin aus, dass sie auf seine Gunst vertrauten: „Du, Herrscher, wirst uns Erbarmen schenken.“

Unser Gesangbuch bietet eine Fülle von Kyrie-Vertonungen (griechisch: 104, 108, 113, 117, 513; aus den deutschen Ordinarien: 126, 128, 130, 134; Einzelstücke: 151 bis 157 – darunter auch vierstimmige Sätze); weiterhin bietet es noch neun Kyrie-Litaneien (158 – 165 und 279), die zum Teil den besonderen Kirchenjahrszeiten entsprechen. Während beim Kyrie nahezu jedes Mal der Originaltext in der Heiligen Messe verwendet wird, ist es beim Gloria meist umgekehrt. Die Worte, die sich im GL 583, 1 finden, erklingen nur selten in gesungener Form.

Der Hymnus des Gloria beginnt mit dem Gesang, den die Engel bei der Geburt des Erlösers angestimmt haben. Die Kirche hat diesen Gesang in der Frühzeit reich entfaltet: sie lobt Gott, ruft Christus an und bekennt sich zum dreifaltigen Gott, der als der allein Heilige, der Herr und der Höchste gepriesen wird. Wir stimmen in der Feier unseres irdischen Gottesdienstes ein in die himmlische Liturgie. Anfänglich erklang dieser Lobgesang nur an Ostern, später wurde er öfter im Lauf des Jahres verwendet. Heute hat er seinen Platz an den Sonntagen außerhalb der Advents- und Fastenzeit, sowie an allen Festen und Hochfesten.

Im Gotteslob finden wir zahlreiche Nachdichtungen (167 – 172; 709; 816; 821 – 823), die oft nur ein schwacher Anklang an das Original sind. Wir sollten deshalb nicht die Vertonungen des Originals vergessen (lateinisch: 105, 109, 114, 131 oder deutsch: 131, 173, 707, 708). Im Kyrie und Gloria wenden wir uns zu Beginn der Heiligen Messe dem wahren Herr unseres Lebens zu, dem unser Leben gehört.

Pfarrer Eberhard Laufköter