Fair-Teiler in St. Josef

Am 27. September wird zum Abschluss der Klimawoche in dem Vorraum der St. Josef-Gemeinderäume ein neuer Fair-Teiler eingeweiht.

Ab 18 Uhr startet der Rückblick auf die Klimawoche mit einer Open Stage für verschiedene, nachhaltige Organisationen und Initiativen in Stade. Ab 20 Uhr startet die Einweihungsfeier.

Ein Fair-Teiler ist ein Ort, zu dem alle Menschen Lebensmittel bringen und kostenlos von dort mitnehmen dürfen.
10 Millionen Tonnen essbare Lebensmittel landen pro Jahr in Deutschland in der Tonne. (WWF 2015) Um auf diese Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen und auch etwas dagegen zu tun, hat sich im Februar in Stade eine foodsharing-Gruppe gegründet. Diese Gruppe organisiert und betreut den Fair-Teiler in St. Josef. Unsere Gemeinde stellt den Raum, sowie den Strom für den Kühlschrank zur Verfügung.
Auch Sie können gerne Lebensmittel zum Fair-Teiler bringen, die Sie zum Beispiel zu Hause oder bei Veranstaltungen übrighaben und nicht verbrauchen wollen oder können.
Bedienen Sie sich gerne auch an den geretteten Lebensmitteln. Herausnehmen dürfen das im Fair-Teiler bereitgestellte Essen alle Menschen, ohne irgendwelche Voraussetzungen erfüllen zu müssen.

Drei theologische Gedanken zu dem Fair-Teiler:
1. Im ersten Buch der Bibel (Genesis) bekommen wir Menschen den Auftrag für die Erde zu Sorgen. Ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln und die damit verbundene Dankbarkeit (Erntedank) ist Teil dieses Auftrages. Das unterstützt Papst Franziskus auch in der Umweltenzyklika „Laudato si“, wenn er für die Sorge um das „gemeinsame Haus“ aufruft.
2. Im Christentum steht wie in keiner anderen Religion die Nahrung im Zentrum. Der Mittelpunkt unseres katholischen Gottesdienstes ist das gemeinsame rituelle Mahl in Verbundenheit mit Gott, das geistig und körperlich satt machen soll. Schon Jesus sorgte dafür, dass die Menschen satt wurden. Wenn Jesus in den biblischen Erzählungen die Menschen etwas lehrt, dann sorgt er auch für die Speisung all der Vielen – immer erst körperlich und dann geistig.
In Deutschland gibt es Menschen, die nicht satt sind, sondern hungern. Menschen, die hier illegal leben, Menschen, die sich schämen Sozialhilfe anzunehmen, Menschen, denen alle Leistungen nach Hartz 4 gestrichen wurden…. Mit dem Fair-Teiler wollen wir einen Ort zum Satt werden öffnen.
3. Das gemeinsame Essen schafft Gemeinschaft und auch foodsharing schafft Gemeinschaft. Für viele Menschen ist das Retten von Lebensmitteln eine sinnstiftende Aufgabe. Genau hier kann Kirche säkularen Bewegungen begegnen, in der gemeinsamen Suche nach Sinn, der Gestaltung von Gemeinschaft, dem gemeinsamen Einsatz für die Schöpfung und den Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Wir können lernen und unsere eignen Erfahrungen weitergeben.

Schauen sie gerne für mehr Informationen bei foodsharing.de vorbei!

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