Brief an die Gemeinde

Liebe Gemeinde!

In diesem Tagen beginnt mit dem Aschermittwoch die Vorberei-tungszeit auf Ostern. Die 40 Tage vor dem Osterfest laden ein, auf mich und mein Leben zu schauen. Was bindet mich und macht mich unfrei? Welches Bild habe ich von mir selbst und wie ist es geprägt? Es gibt Fixierungen, die mich hindern so zu sein wie ich möchte. Die Fastenzeit soll diese Fesseln lösen.

„Ich bin, weil du bist“ lautet das Motto der diesjährigen Misereor- Hungertuchaktion. Es zeigt auf, dass ich nur in Beziehung zu anderen und natürlich zu Gott, mein eigentliches Ich finden kann.   Besonders in der Beziehung zu Gott liegt der Schlüssel, um meine Fesseln zu lösen. Er sagt immer wieder neu „Ja“ zu mir, das darf mir den Mut geben in die Re-Vision der Fastenzeit einzusteigen.

Das neue Hungertuch zeigt die Beziehung, die sich der Künstler Chidi Kwubiri aus Nigeria für sich und alle wünscht. Ein, wie ich finde, sehr gelungenes Hungertuch, das mich zum Entdecken und Nachdenken anregt. Vielleicht auch für Sie, liebe Schwestern und Brüder, ein Hilfe, um in den kommenden Wochen sich und die Beziehungen zu Gott und den Menschen näher zu betrachten.

Herzlich einladen möchte ich zu den vielfältigen Gottesdiensten und Angeboten, die uns dabei in der Fastenzeit unterstützen wollen. Für unsere Familien gibt es ein eigenes Angebot, dass Sie in den ausliegenden Handzetteln finden.

Für unsere Kirchorte St. Michael, Bremervörde und St. Ansgar, Hemmoor werden die Sonntagsgottesdienste am 26.03. (St. Michael) und 02.04. (St. Ansgar) besonders unter dem Aspekt der Buße und Versöhnung stehen. Jeweils im Anschluss an den Gottesdienst besteht dort dann auch die Möglichkeit zum Empfang des Bußsakramentes.

Für alle, die gerne eine eigene Bußandacht mit anschließender Beichtmöglichkeit wahrnehmen möchten, lade ich am Sonntag, den 2. April um 16.00 Uhr nach St. Josef Stade ein.

Ich wünsche uns eine befreiende österliche Bußzeit.