„Es ist nichts groß als das Wahre“

Liebe Gemeinde und Gäste,

„Es ist nichts groß als das Wahre“, so wird Goethe gerne zitiert. Ein gelungener Schnappschuss der Thüringenreise von St. Michael hält die Begegnung auf der Bank fest. Eine willkommene Möglichkeit, Pfarrer Rauchfuß damit zu seinem 40-jährigen Priesterjubiläum am Allerheiligentag zu gratulieren. Ein gutes Viertel dieser Zeit ist er voller Dynamik „fit wie ein Turnschuh“ zusammen mit Pfarrer Laufköter in der Seelsorge unterwegs.Pfarrer Rauchfuß

In unzähligen Glaubenskursen, in der Gemeinschaft mit der Cursillo- und der Fokolarbewegung hat er in vielen kleinen Gemeinschaften die Wahrheit, die uns in Jesus Christus geschenkt ist, entfaltet und konkret werden lassen. Dabei überrascht er immer wieder durch profunde historische Kenntnisse und Zusammenhänge. All dies soll gefeiert und begossen werden beim Empfang am Allerheiligenfest nach der 10-Uhr-Messfeier in Heilig Geist.

Ein buntes Bild zum Erntedank gestaltet auch in diesem Jahr wieder unser St. Nikolaus-Kindergarten. Zum Teilen lädt ebenso das ökumenische Suppen-essen ein. Nachdem die Baptisten am 20. September den Anfang gemacht haben, folgt unsere Gemeinde am 25. Oktober und die Johannisgemeinde am 8. November. In Heilig Geist und St. Josef wird eine Liste ausliegen, in die sich alle eintragen können, die bereit sind, eine Suppe zum 25.10. zu „liefern“.

Bedrückend ist das Elend so vieler Flüchtlinge, aber auch ermutigend die Bereitschaft vieler Menschen in Europa zu teilen. 60 Mio. sind laut UNO- Flüchtlingshilfe auf der Flucht. Im Leitartikel der „Stimmen der Zeit“ schreibt dazu Norbert Reck: „Was wir heute erleben, ist in der Tat ein Menetekel. Die (immer noch wenigen) Flüchtlinge, die zu uns ins Land kommen, und die vielen Millionen, die weiterhin überall auf dem Erdball unterwegs sind, künden davon, dass die Tage des gegenwärtigen Umgangs mit der Erde gezählt sind. Die Armen der Welt tragen ihr Elend dorthin, von wo es ursprünglich ausging: in die Länder, die für ihr eigenes Wohlleben die Erde plündern; in die Länder, die jahrzehntelang Despoten unterstützt haben, um an deren Rohstoffe zu kommen, was zu-nehmend Krieg und Zerstörung hinterlässt; in die Länder, die um des Wachstums willen Erdatmosphäre, Klima, Wasservorräte zu zerstören bereit sind.“

Viele dieser Fragen berührt auch die Enzyklika „Laudato si’“. Eine erste Möglichkeit zum Austausch soll es am Erntedanksonntag nach dem Gottesdienst geben. Das Erntedankfest ermutigt zum Miteinande rteilen und Miteinander arbeiten, d. h. zu Qualitäten, die laut Reck „in unserer Kultur und allen hier vertretenen Religionen älter und viel tiefer verwurzelt sind als Konsumegoismus“.

Gute Wünsche übermittelt Ihnen

Ihr Seelsorger

Matthias Kaleth