Vom Wohnhaus Gottes zu den Wohnungen der Gläubigen

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste,

recht poetisch heißt es im Lied GL 381 „Dein Lob Herr ruft der Himmel aus“ in der zweiten Strophe „Kein Land, kein Volk ist auf der Erd, das nicht allzeit die Kunde hört, die umhergeht im Reigen“. Ja, da kommt er also tatsächlich vor, der Name „KUNDE“, und bereits im 60. Jahr erscheint unser Pfarrbrief mit eben diesem Namen.

Pfarrer Michael Frieß schrieb am 1. Advent, dem 29. Nov. 1953:

„Liebe Pfarrkinder, was will dieses bescheidene Pfarrblatt, das Ihr jetzt jede Woche erhalten sollt? Es will ein kleiner Bote sein an alle Mitglieder unserer Pfarrei, will KUNDE bringen von den Festen und Feiern im Kirchenjahr, vom Gottesdienst an Sonn- und Alltag; KUNDE bringen von den Veranstaltungen der Vereine und Gruppen; KUNDE bringen von den festlichen, frohen und traurigen Ereignissen in den Familien; KUNDE bringen von Dekanat, Zirkel und Pfarrei in all ihren Ereignissen und Angelegenheiten; KUNDE bringen von dem Wohnhaus Gottes zu den Wohnungen der Gläubigen, vom Pfarrer zu den Pfarrkindern; KUNDE von Gott und so Brücke sein von ihm zu Euren Seelen. Ihr aber sollt alle mithelfen, dass es ein lebendiges Sprachrohr in der Pfarrei wird…..“

Ja, einen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben durch ihre Mitarbeit, allen voran die jeweiligen Sekretärinnen und seit vielen Jahren im Formulieren und Korrekturlesen M. Neubüser. Dank auch, dass in den Vermeldungen viele Menschen aus den Leitungsteams zum Sprachrohr werden. In gewisser Weise verkörpert unsere KUNDE auch etwas von der Bescheidenheit einer Gemeinde in der Diaspora: Layout, Umfang, Name – alles könnte verändert werden. Vielleicht sieht ein neuer Pfarrgemeinderat, sehen Redaktionsmitglieder noch neue Möglichkeiten?

Darüberhinaus freue ich mich über professionelle Gestaltungen unserer Internetseiten: Ein besonderer Dank an Herrn Seifert, der seit Jahren St. Michael als „Webmaster“ gestaltet (www.kath-kirche-brv.de) und an M. Recke, der seit kurzem den Internetauftritt der Heilig Geist Gemeinde (www.heilig-geist-stade.de) begleitet. Daneben gibt es die professionelle Seite unseres Altenheimes St. Josef, kompetent konzipiert durch Herrn Greeck (www.st-josef-stade.de).

Überhaupt hat in der Pastoral der letzten Jahre der Begriff der Kunde, den die Kundschafter bringen, eine neue Wertschätzung erfahren: In Num 13 (4 Mose) heißt es „ Wir kamen in das Land, in das du uns geschickt hattest. Es ist wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fließen; das hier sind seine Früchte. Aber das Volk , das im Land wohnt, ist stark und die Städte sind befestigt und sehr groß.“

Unter www.kundschafternetzwerk.de finden Sie viele Informationen zu einer Kirche, die „über den Jordan geht“. Von den zwölf Kundschaftern sind es zwei (!), Josua und Kaleb, die mit ihrer Riesentraube aus dem Gelobten Land zugleich das Vertrauen an Gott mitbringen – gegenüber allen Verzagtheiten der anderen Kundschafter. Gegen alle an-brandenden Wellen der Resignation lässt uns die Kunde, dass Gott in seiner Verheißung treu ist, immer wieder Liturgie feiern und dem Leben Raum geben. Schöne Erfahrungen des Miteinanders waren die letzten Gemeindefeste in St. Ansgar und St. Michael, der Ausflug des Emmausvereins und des Kirchenchores nach Otterndorf.

Einmalig, wie Diakon Scheiermann in der St. Ansgar-Kirche uns alle, Jung und Alt, zu einem großen Klangkörper inspiriert und miteinander verbunden hat. Erfrischend, wie sich in St. Michael sich so mancher am Volleyballspiel beteiligt hat . Und überhaupt, ein Dank an die vielen zupackenden Hände, insbesondere an die Gefirmten des letzten Firmkurses.

Ihnen allen, ob zu Hause oder auf Reisen, erholsame Tage und bringen Sie gerne Kunde mit, wenn Sie anderswo Ideen entdecken, die unser Gemeindeleben vor Ort bereichern können!

Und vielleicht haben Sie ja auch noch dreimal im Jahr Zeit, um im Pfarrgemeinderat als Kundschafterteam unserer Flächenpfarrei mitzuarbeiten, dann nehmen Sie gerne Kontakt auf.

Gute sommerliche Wünsche,

Ihr Seelsorger Matthias Kaleth