Liebe Mitchristen,

unsere Heilig-Geist-Pfarrei feiert Pfingsten ihr Patrozinium und gerade an diesem Fest dürfen wir uns der Vielfalt der Gaben Gottes bewusst werden.

Kein “Kirchenmausgrau“ ist uns verheißen, sondern ein strahlendes Bunt, das die Vielfalt der Gaben Gottes widerspiegelt. B. Roese setzt noch einen anderen Akzent in ihrem Gedicht „Was mir heilig ist“, das in der neuen Autorengruppe entstanden ist:

„Heilig für mich ist die Natur mit all der Farbenpracht,
ist alles, was da kriecht und fliegt, weil Gott es so erdacht.“

Ein schönes Sinnbild für die Leuchtkraft und das Wirkungsfeld des Pfingstfestes ist der rote Klatschmohn, den wir durch den Einsatz von Pestiziden auf unseren Feldern leider immer seltener sehen. Der iranische Dichter Sohrab Sepehri beschreibt und deutet diese Blume mit folgenden Worten:

„Mittag im Sommer: Kinder des Gefühls, dieser Ort lädt zum Spiel. Das Leben ist nicht leer: Es gibt Freundlichkeit, Äpfel, Glaube.
Ja, solange es den Klatschmohn gibt, solange müssen wir leben.“

Im englischsprachigen Raum wurde der Klatschmohn zum „Remembrance Poppy“, in Erinnerung an das Gedenken der gefallenen Soldaten, weil beim Gang zu den Soldatengräbern der Klatschmohn als Erstes blühte. Gerade weil er nur sehr kurz blüht, nimmt Jesaja 40,8 darauf Bezug. Er spricht von der Blume, die schnell verwelkt, im Gegensatz zum Wort Gottes, das ewig blüht.

Möge von der Buntheit des Glaubens auch etwas auf den Gemeindefesten aufleuchten, die von unseren Leitungsteams mit sicherlich vielen helfenden Händen (?!) vorbereitet und durchgeführt werden: am 14. Juni in St. Josef ab 16.30 Uhr, am 13. Juli in St. Ansgar ab 10 Uhr, und am 20. Juli in St. Michael ab 10.00 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen!

Gesegnete Pfingsten wünsche ich Ihnen allen im Namen des Seelsorgeteams,

Ihr Seelsorger Matthias Kaleth