Liebe Gemeinde,

im Weihnachtsvers von A. Thietz-Bartram heißt es:

„Ihr Menschen gefangen in Dunkel und Leid!
Ihr Menschen kommt und macht euch bereit!
Die heilige Nacht ist nicht mehr fern-
Seht ihr den weithin leuchtenden Stern?
Folget seinem Lichte und knieet dann/
das Kindlein wird euch segnen. O betet an!“

Die drei Sterndeuter Caspar, Melchior und Balthasar haben sich als Pilger auf den Weg zur Krippe gemacht und huldigen mit ihren Gaben Christus als dem König des Weltalls. In der Wirkungsgeschichte stehen sie für die drei Lebensalter: Caspar für den Jüngling, Melchior für den Mann und Balthasar für den Greis. Balthasar bedeutet in ursprünglich babylonischer Form „Schütze sein Leben“, die hebräische Entsprechung von Melchior steht für „Mein König ist Licht“ und Caspar bedeutet im Persischen „Schatzmeister“. Als die Reliquien der Sterndeuter von Byzanz (heute Istanbul) über Mailand nach Köln gebracht wurden, entstanden viele Gasthöfe mit den Namen Mohr, Stern oder Krone.

Vielleicht ist die christlich gelebte Konvivialität als herzenswarme Gastlichkeit eine schöne Möglichkeit, die weihnachtliche Freude zu entfalten: seien es Weihnachtsbriefe oder Zeiten des „Kaffeesierens“ bei Plätzchen und Stollen, kleine Geschenke oder Besuche, die Freude schenken, Roratemessen im Advent. Vielleicht können Sie auch durch eine Gabe an die Sternsinger oder Ihre Adveniatspende ein Zeichen des Lichtes setzen für Menschen, denen es oft am Nötigsten mangelt.

Einen ganz besonderen Dank an alle, die in den Gemeinden die Krippenspiele und Sternsingeraktionen ermöglichen und mittragen, sowie allen liturgischen Diensten, die als Küster, Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer, Kantoren, Leiter von Wort-Gottes-Feiern oder als Beerdigungsleiter etwas von der weihnachtlichen Freude weitersagen. Dank allen Besuchsdiensten, Mitarbeitern der Wärmestube, in der Josefshütte, im Kindergarten oder Altenheim. Dank allen, die auch dieses Jahr wieder Adventskränze oder -wurzeln sowie Krippen oder Christbäume für unsere Kirchen gestalten.

Im neuen Gotteslob gibt es übrigens eine Reihe neuer Lieder, wie z. B. „Tochter Zion“ (GL 228) sowie das Weihnachtsevangelium im Rahmen einer häuslichen Liturgie (GL 26).

Ihnen allen sowie Gästen und Freunden wünsche ich im Namen aller Hauptberuflichen und Gremienmitglieder erfüllte Tage,

Ihr Seelsorger Matthias Kaleth